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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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nachthcilig sey, wenn weichere und härtere Flossen, nebst den eigenl- lichen Schwallftossen mit in Anwendung genommen werden sollen; im Gegentheile es ist sogar vortheilhaft, wenn man in dem zu ^erfrischenden Roheisen einigermaßen die Wahl hat zwischen mehr und weniger weichen und harten Flossen, damit man sich die Ne« guliruug des Fcuerganges auch mit der Qualität des Roheisens er- leichtern kann; nur soll man nicht gar zu weiche cler m harte Flos- sen, und für keinen Fall viel von diesen Sorten zu verarbeiten haben. Nebst der inneren Beschaffenheit des Roheisens ist noch die äußere Gestalt desselben für jeden Frischprozeß von nicht geringer Nichtigkeit. Dieser Umstand wird bei der unregelmäßigen Vrockengcstalt ter Flossen von der steicrmärkischen Hauptciscnwurzel (siehe §. 3) viel zu wenig beachtet, und deßhalb allein jährlich viele Tausend Faß Kohlen unnöthig verbrannt. Es haben diese Vrockcn mit ihren Vruchfiächen zwar den Vortheil, daß man sie nach dem Vruchan- schcn zu beurtheilen i'm Stande ist, und darnach für jede einzelne Flossengarbe eine entsprechende Wahl treffen kann; allein der Nach- theil, den einerseits solche ungestaltete, große und dicke Vrockcn, welche oft kaum zu einer entsprechenden Gestalt zerschlagen werden tonnen, so wie anderseits die vielen kleinen Stücke bei der Arbeit verursachen, ist ungleich größer. Diese auf unsern Hammerwerken in Steicrmark und Oesterreich durchgchendö üblichen Flossenbrockcn sind eine Hauptursachc, warum die Nolfmaucrn der Frischfeucr einen so großen Fassungsraum bekommen, welcher dann immer mit Kohlen gefüllt erhalten wird; sie bilden ferner ein wesentliches Hinderniß gegen das gleichförmige Einschmelzen des Roheisens; und endlich treten durch das nicht seltene Herausfallen der kleinern Stücke aus der Flossengarbe, oft lästige und der Gleichartigkeit des Schmelz- gutes nachlheilige Störungen des Frischpro;esscs ein. Es ist eine sehr merkliche Forderung dcs Frischprozesscs, wen» man es mit gut geordneten Flossengarben zu thun hat, die nicht über 7 bis 8 Zoll breit sind, und nur aus 1'/« höchstens 2 Zoll dicken Brocken bestehen. Eine größere Vreite bedingt nicht bloß eine außerdem überflüssige Weite teö Feuers über der Form, sondern sie hindert
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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