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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 321 -
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— 321 — folgen, da immer nur glühende Kohlen in den eigentlichen Schmelz- raum nachsitzen können. Allein das Schlcedern schützt nur die ober- sten Kohlen für eine kurze Zeit, und darf wegen dessen Einfluß auf den Gang des Feuers nicht immer und nicht in zu großer Menge angewandt werden; das Zerspringen der kalten Kehlen, wenn diese plötzlich in große Hitze kommen, wird am besten dadurch vermieden, daß man vor dem Aufgeben einer neuen Parthie die noch im Feuer vorhandenen Kohlen stets früher zusammcnschürt, damit die kalten Kohlen zu oberst liegen bleiben müssen, und dadurch wird zugleich bezweckt, daß die erhitzten Eisenmasscn immer von glühenden Kohlen umgeben bleiben. Zudem wird man meist finden, daß Arbeiter, die Anfangs gleich eine große Kohlenmcnge aufgeben, dieses Verfahren auch beim Nachtragen der Kohlen in größcrn Zeitabschnitten befol- gen, während doch das Verbrennen der Kohlen nur allmählig geschieht. Nücksichtlich der Windprcssung, mit der begonnen werden soll, ist zu bemerken, daß man bei kalten Masseln niemals gleich die volle Pressung geben soll, damit sich diese bei dem schwächern Winde gleichmäßiger durchhitzen können; befindet sich aber ohnedies noch der Herd wie die Massel im heißen Zustande, so kann man bezüg- lich des Aushenprozcsses zu seiner Beschleunigung gleich mit vollem Winde beginnen. Wichtig ist es jedoch, bei Verstärkung des Windes immer auf die Beschaffenheit des Schwallbcdens nach §. 88 Bedacht zu nehmen, und im Verlaufe des Prozesses den Zustand des Frisch- bodens auch in dieser Hinsicht im Auge zu behalten, wie wir im folgenden §> hören werden. Bezüglich des ersten Aufstreucns der Weich über die eingehaltenen Masseln muß man sich ganz nach der Beschaffenheit des Schwallbodens richten, damit der Zweck desselben, das Eisen durch einen Neberzug von flüssiger Schlacke vor dem Windstrome zu schützen, oder dem Feuer den nöthigen Saft zu ge- ben, wie die Arbeiter sich ausdrücken, erreicht, und zugleich ein guter Frischboden gebildet werde. War der Schwallbodcn in kaltem Zustande, so kann dieser im Beginne des Ausheizprozesses keinen Saft (flüssige Schlacke) geben, und man soll deßhalb jedenfalls 1, bis 2 Schaufel voll Weich über die Kohlen streuen; die gleiche Nothwendigkeit tritt ein, wenn der Schwallbcdcn zwar erhitzt, aber nur wenig an der Oberfläche aufgelöst wucde. Zeigte sich aber der
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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