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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 329 -
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befindliche Schlackcnbad oder den Taft des Feuers. Dieser Voden besteht demnach aus mehr oder weniger gaar gefrischtem, mit erstarr- ter oder halbflüssiger Schlacke mehr oder minder untermengtem Eisen. Gr muß bei dem darauf folgenden Zerrennen oder Frischen deö Roh- eisenS len Vcden bilden, daher auch dessen Name Zer renn- oder Frischb odcn. Zuerst schmelzen die leichtflüssiger«, schlackigen Theile ver tcr Form nieder, die bei ihrem Niedersinken in den untern kühlern Hcrdraum wieder erstarren, wcßhalb die unterste Parthie des Schweißbcden« stets aus einer Schlackenkruste oder Schwall besteht, (bleich Anfange findet der Schwcißbcden selten Unmittelbar am Schwallbcden seine Unterlage, weil dieser bei den Vorbereitungen des Herdes stets mehr oder weniger mlt Kohlenllein überdeckt wird; allein durch die von oben nicderwirkende Gebläseluft und Hitze wird tas Kohlcntlein an der hitzigsten Stelle bald verzehrt, und dann beginnt lcr Schwcißboten unmittelbar am Schwallboden sich zu la- gern, welches von der Mitte ausgehend, sich allmählig nach den Sei« leuwändcn verbreitet; nur in den Eckcn, die nach §. W mit nasser Lösche ausgcschlagen wurden, erhalt sich in der Negel ein Theil der Lösche bis zu Cndc des ganzen Prozesses, weßhalb der ausgebrochene Tachel an den Ecken abgerundet erscheint. Daher kommt es, daß tcr Scha'tißboLcn oft lange Zeit hindurch eine sich nahe gleich blei- bende Höhe im Herde einnimmt, ungeachtet von oben immer neues Material zu seiner Vergrößerung nachschmilzt, denn er kann sich nahe in demselben Verhältnisse tiefer setzen, als er von oben an« wächst. Man kann die Lage und Veschaffenheit der Oberstäche deS Schwcißbcdens von der Arbcitscite aus mit einer Stange recht gut durch das Gefühl unterscheiden; selbst mit den auszuheilenden Stücken gewahrt man ihn schr deutlich, wenn man mit diesen nie« tcrfahrt, und läßt man ein schon nahe Schwcißhitze habendes Stück einige Zeit am Vcdcn verweilen, so schweißt sich diesen am Voden an, welcher dann zu Anfange des Ausheizprozesses, wo er noch nicht sehr groß ist, öfters mit der Hitze aus dem Herde gerissen wird, was natürlich vermieden werden soll; am bequemsten jedoch geschieht die Untersuchung der Oberfläche des Schweißbodens mlt dem Räum- eisen durch die Formmnndung. 2s »
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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