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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 330 -
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Vevor tcr Schweißboden die gehörige Stärke und Verbreitung erlangt hat, darf das Einschmelzen des Roheisens nicht Statt fin- den, weil er sonst von dem leichtflüssiger» Roheisen durchfressen, wenn nicht ganz aufgelöst werden könnte, worauf dann das nach- schmelzende Roheisen zu tief niedersinken, mithin roh bleiben würde. Erst wenn der Schweißbodcn hinreichend stark und groß geworden ist, kann er als Zerrenn- oder Frischbotcn benutzt werden, was bei guter Arbeit nach einem ungefähr dreiviertclstündigcn Verlaufe des Ausheizprozesscs einzutreten pflegt. In diesem Zustande muß sich der Voden bereits so weit ausgebreitet haben, als man mit dem Raumspieß langen kann, d. i. über den größten Theil der Herd» stäche, und zwar in einer Höhe von circa 4 bis 5 Zoll unter der Formmündung; ferner soll er sich eben, fest und klebrig, nicht holperig und hart anfühlen lassen. Will sich der Voden an einer Stelle nicht ansetzen oder dahin verbreiten, was an der Windseite öfter der Fall ist, oder hat er eine Vertiefung, was auch vor der Form gerne eintritt, so muß man gaare Zuschläge, am besten Stock- weich dahin bringen, und zugleich dem Winde nach dieser Seite durch Lüften Zugang zu verschaffen trachten; ist zugleich viele Schlacke daselbst, so muß diese ohne Verzug durch Abstechen theilweise entfernt weiden, weil sie das Uebel immer schlimmer machen, und die an- gewandten Zuschläge sich darin auflösen würden; hat das Uebel «or der Form seinen Sitz, so muß zugleich der Wind geschwächt werden, bis der Voden auch an dieser Stelle zur gewünschten Höhe ange- wachsen ist. Das harte Anfühlen tcs Vodens ist Folge einer rohen Beschaffenheit desselben, und es ist dieses Uebel besonders dann sehr zu beachten, wenn der Vodcn zugleich eine liefe kage hat. In die- sem Falle muß man ernstlich einen gaarcn Gang zu erzielen trach- ten, was durch Abstechen der Schlacke (falls diese roh oder in zu großer Menge vorhanden seyn sollte), Schwächung des Windes und gaare Zuschläge erzielt werden kann. An mehreren Orten, wo man di< Schwallarbeit eingeführt hat, fand man den Anstand, daß der Schwallboden immer zertncbcn wurde, sich kein Voden bildete, und man wußte sich nicht anders zu helfen, als durch eine weniger ge- neigte Fcrmlage, wodurch man gewöhnlich auf die stäche Windfüh«
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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