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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 331 -
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der Loscharbeit zurückgekommen ist, und solchergestalt einen Hauptvortheil der Schwallarbcit verloren gab. Gleich nach Beginn des Aushcizprozcsses kann man mit dem Räumeiscn nichts als einzelne Brocken. und allenfalls den tief ge- legenen Schwallboden fühlen; allein nachdem die erste Hitze erfolgt ist, soll man schon etwas vom Schweißbodcn vor der Form fühlen, und ungefähr nach der dritten Hitze soll er sich schon in der rechte» Höhe angesetzt und ziemlich ausgebreitet haben; wenn nicht, so muß man nach den oben genannten Mitteln greifen; je früher man die geeigneten Hülfsmittel ergreift, desto leichter, sicherer und schneller kömmt man zum Ziele. Es ist daher wichtig, daß man in steter Kenntniß der Beschaffenheit des Schweißbodens bleibt, und sich deß- halb durch das Sondiren mit dem Räumeisen gleich die Ueberzeu- gung verschafft, wenn man im Zweifel ist; das nöthige Reinhalten der Formmündung durch das öftere Durchräumen mit dem Räum- eisen bietet dazu ohnedies hinlänglich Gelegenheit. Sobald sich der Tchwcißboden in der gewünschten Höhe, oder gar schon darüber angesetzt hat, soll der Wind verstärkt werden, falls man es aus früherer Erfahrung nicht räthlich gefunden hat, gleich mit dem vollen Winde zu beginnen, was gewöhnlich nicht geschieht. Visweilen ereignet es sich, daß der Schweißenden sehr schnell und hoch ansitzt, was gleichfalls seine Nachtheile hat, und dieserwegen vermieden werden soll. Nie Folgen, welche ein zu hoch gelagerter Schweißboten nach sich zieht, bestehen in einem größern Eisenvcr- brande, und daß man nicht viel Roheisen eimuschmelzcn im Stande ist. Die Mittel, dem zu hohen Ansitzen des Echwcißbodens zu be- gegnen, brstehcn in einem stärkeren Winde, in der höher gehaltene» Lage der auSzuheizendcn Massel, in dem Aufgeben von weniger Stock- weich, und vieler nicht gaarer Schlacke, und indem man beim Neber- kchren der ersten Hitze recht zu Boden fährt. Der starke Wind und die höhere Lage der Masseln verursachen, daß der Wind und die Hitze mehr zum Boden drängen; die viele ciscnarme Schlacke dringt wegen ihrer Leichtftüssigkeit mehr zu Boden als die eiscnrcichcn Zu- schläge ; und durch das Niederdrängen beim Wenden der ersten Hitze wird den» Niedersitzen des Bodens mechanisch Bahn gebrochen. So lange man indessen mit den übrigen Mitteln, hauptsächlich mit dem
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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