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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 338 -
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Seite - 338 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 338 — durch das Nietcrfitzen größerer kalter Zusatzbrocken vermindert sich lie Dünneisenbildung, aber nur für kurze Zeit, bloß so lange, als die dadurch erfolgte Temperaturvcrminderung wahrnehmbar ist; dem ungeachtet muß das Niedergehen solcher größerer Brocken vermieden weiden, weil sie oft vor ihrem gänzlichen Schmelzen vom Dünn- eisen eingehüllt, und dadurch Ilngänzcn (Häute) selbst in den mitt- lern Theilen des Tachels veranlaßt werden; von kleinern Stücken ist natürlich weniger zu besorgen. Selbst durch vieles Kohlcntlein wird die Dünneiscnbildung vermindert, weil es in Verührung mil tem Dünneisen ein heftiges Sengen und dadurch ein Roherwerdcn desselben auf der einen, und durch sein sonstiges Verhalten eine Verminderung der Temperatur auf der andern Seite bewirkt. Nei Gegenwart vieler Schlacke findet ebenfalls keine beträchtliche Dünn- eisenbildung Statt, wahrscheinlich weil unter derselben nicht Hitze genug vorhanden ist. Endlich kann der heftigen Dünneisenbildung auch dadurch etwas begegnet werden, daß man dem Feuer gerade über dem Schmclzraume Luft macht, damit die Hitze schneller nach aufwärts entweichen kann. So erwünscht die Dünneiscnbildung ist, darf man sie doch nicht zu sehr überhand nehmen lassen, weil das flüssige Eisen vom Winde zu sehr herumgeworfen wird, und ein zu heftiges Aufkochen Platz greift, wodurch ein starkes Aufbauen des Tachcls vor der Form, ein Verkleben und bisweilen selbst ein Abbrennen derselben veran- laßt wird. Eine weitere nothwendige Folge davon ist ein größerer Eisenverbiand, und vermöge des aufgebauten Kranzes vor der Form tan» die weitere Verbreitung des FnschguteS über diesen Kranz nicht mehr Statt finden, folglich nur wenig Roheisen eingeschmolzen wer- den. Das nächste Mittel dagegen ist das raschere Einschmelzen des Roheisens; da Vlcses aber gegen Ende des Zcrrcnnens oft nicht mehr rasch genug geschehen kann, so wirft man dann kleine kalte Flos- scnstücke von '/« bis 2 Pfund ins Feuer. Ein weiteres Mittel ist, daß man in kleinen Parthien öfters zerkleinerte Frischschlacke auf- gibt, wodurch vornehmlich auch dem Sengen und dem damit ver- bundenen größer« Abbrande des Dünnciseus begegnet wird; indcsscn bei drehender Gefahr, daß die Formmündung durch das Dünneiscn verpatzt werden möchte, wird oft absichtlich ein Sengen vor der Form
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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