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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 347 -
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— 347 — immer sorgfältig kuft machen , damit nicht etwa ein Theil des Pünn- eisens bei der Fcrmmündung ausgcdrängt wird. Die vom Dünneisen ausgebauten Ränder und Kränze sucht man durch Stoßen und Wuchten in horizontaler Richtung mit der kleinen oder großen Rcnnstange abzustoßen, oder gegen die Mitte abzubiegen, wo sie dann abgcschmolzcn werden. Es ist dieses Ebnen tes Dachels theils der leichtern Bearbeitung unter dem Zerrenn- hammer, theils darum nöthig, weil diese vorstehenden Ränder «in mchr oder weniger verbranntes Eisen geben, und sich beim Aus- schmieden mit dem übrigen Eisen schlecht verschweißen. Etwas auf« gebaut, vornehmlich an der Formscite, sind zwar die meisten Schwall« dacheln, weil dieses bei sehr gaarem Gange und bei Bildung von vielem Tünneiscn kaum zu vermeiden ist; es schadet auch nicht, wenn es nur nicht zu beträchtlich, und außerdem die Reinseite bis zur Formhöhe gefüllt und eben verkocht ist. Zeigt sich bei Untersuchung mit dem Zeirennhaggcl alles Dünn» eisen verkocht, indem sich nichts mehr davon an den Haggen legt, so schreitet man zum Abstechen der Schlacke. In der Regel geschieht dieses bloß durch die oberste Stichöffnung, nur wenn man einen zu gaaren oder zu schlackigen Gang hatte, oder der Vodcn sich nicht setzen wollte, versucht man auch die untern Löcher zu öffnen. Durch die oberste Oeffnung läßt man die Schlacke laufen, bis sie von selbst aufhört; bei der untersten hingegen, im Falle der Schwallboden sehr aufgelöst wäre, und dann zu viel abstießen tonnte, wird die Oeffnung in gehöriger Zeit mit dem Zuftcckstangel wieder geschloffen. Hat das Ablausen der Schlacke aufgehört, so wird zur Kdhlung eine Schaufel voll feuchter Weich gerade über die Mitte des Dachels ge- geben, diese mit dem Zerrennhaggel eingerührt, dann der Wind ab- gestellt, und das Vorlegkrückel eingelegt. Nun wird entweder sogleich zum Ausstechc» des Dachels geschritten, oder wen» damit wegen Beschäftigung des Zerrennhammers für ein zweites Zcrrcnnfeucr oder einer sonstigen Ilrsache etwas gewartet werden muß, dann wird er bloß so weit gelüftet, daß er sich vom Schwallboden trennen muß, weil das Ablösen vom Schwallbodcn bei vorgerückter Abkühlung Schwie- rigkeiten machen würde.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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