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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 349 -
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Seite - 349 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 349 — dieses einen später eingetretenen Rohgang, durch den der Vodcn nle< dcrgetricbcn, und die entstandene Mulde nicht wieder ausgefüllt wor« den ist. Wenn eine solche durch Rohgang veranlaßte Vertiefung durch Gaargang wieder ausgefüllt worden ist, kann man das vorherige Gebrechen auf der Reinscite zwar nicht mehr erkennen, aber es zeigt sich dann gewöhnlich noch auf der untern Seite als ein vorsprin« gender Knopf von nicht haarigem, sondern glattem, rein metallischem Aussehen, was ein roher Durchschuß genannt wird, ein bei un- achtsamer Arbeit nicht seltener Fehler. Bisweilen erhält der Dachet auf der untern Seite einen stufenartigen Absatz, was zu erkennen gibt, daß der Voden in der ersten Periode nicht, sondern erst später die gehörige Ausdehnung erhalten hat. Bilden endlich die Seiten« wände des Dachels zu glatte, in den Ecken scharfe und dabei zu sehr abgekühlte Abdrücke der Herdwände, so beweist dieses, daß die Seiten des Herdes zu wenig mit nasser Lösche ausgeschlagcn wurden. Der fühlbarste Nachtheil davon ist das sehr erschwerte Ausbrechen des Nachels, und durch zu festes, erstarrtes Anlegen des Tachels am Sinterblcche wird oft das Schlackenabstechcn unmöglich gemacht. In Vieler Beziehung noch bestimmter als im äußern Aussehen beurkundet sich die Qualität des Dachcls beim Drücken und Schrot- te« unter dem Hammer. Von einem guten Schwalldachel fällt beim Drücken beinahe nichts ab; dir Schläge des Hammers fallen zwar anfangs weich auf, und eine nicht unbedeutende Schlackemncnge wird ausgedrückt, allein der Dachcl ist dabei doch weder schwammig noch häutig, und es kann folglich nichts abfallen, als etwas an den Seiten des Dachels herum anklebender Schwall. Weder auf der Neinscite noch weniger am Schrotte zeigt ein guter Dachel entstan- dene Risse, obgleich er in noch vcller Hitze behandelt werden mag, sondern er bildet eine gleichförmige, sehr helle, speckig aussehende Schrottftäche mit scharfer Schrotttante. Wenn aber beim Drücken die Hammcrschläge immer weich auffallen, eine Menge Schlacke ab- stießt und ausspritzt, und die Schrolthackc mit wenigen Streichen durch ist, so bezeuget dieses einen schwammigen, übergaarcn Dachel, der zwar ein weiches, aber häutiges und nicht selten etwas faulbrü- chiges Eisen geben wird. Oder wenn gegcnthcilig dic Hammerschlägo theilweist gleich anfangs hart auffallen, keine Schlacke ausspritzt,
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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