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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 350 -
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auf der Reinseite, vielleicht auch auf der Schrottfiäche Sprünge entstehen, ja bisweilen in noch hoher Temperatur ein förmli^eö Stören des Dachels eintritt, so beweist dieses, je nach den Stellen und Graden dieser Erscheinungen, ein theilwcise mehr oder weniger rohes Frischgut. — Wenn auch ein geschickter Frischer schon vorn- weg aus dem Verlaufe des Prozesses die Vcschaffenheit seines Da- chels mit einiger Sicherheit kennt, ist es dennoch wichtig für ihn, daß er diese ersten bestimmten Anzeigen von dem Ergebnisse seiner beendeten Dachelbillung bei Vorbereitung und Beginn der nächsten Frischung zur Benützung hat. Der vom Frischfeucr kommende Dachel wird, die Neinseite nach unten gekehrt, mit seiner längcrn Seite quer über den An», boß gelegt, und nach kurzem Vrciten mit der Schrctthacke in zwei Hälften gehauen, die für 3 Massel von gleicher, für 7 Massel aber »on ungleicher Größe sind. Die eine Hälfte, und zwar bei unglei» chen die kleinere, trachtet man gleich am Amboß zu erhalten, oder falls es nicht gelänge, wird sie schnell dahin zurückgebracht, und dergestalt gewendet, daß die Schrotlstäche quer über den Amboß kömmt. Diese wird nun unter Hin- und He»rücken am Amboß ge- breitet, und dann schnell hintereinander in 3 oder 4 Massel geschrot- lcn, von denen die Mittclstückc, um an Zeit für das Feuer zu ge- winnen, oft ohne gedrückt zu weiden, gleich zum Ausheizen über- nommen, die Nanftmasscln aber als die unreinern und unförmlicher« Snicke werden jedenfalls früher gedrückt. Bis zu dieser Periode be- findet sich der Hammer meist in einem ununterbrochenen Gange, nun aber wird er einen Augenblick mit dem Vauer unterfangen, damit die zweite Hälfte des Dachcls auf den Amboß gebracht wer- den kann, die hierauf wie die erste gebreitet, dann geschrctten, und endlich alle Massel dieser Hälfte gedrückt werden. Eigenthümlich für das Drücken der Masseln ist, daß dieselben, wenigstens die Ranft- Masseln, in der Mitte etwas abgekragclt werden, indem sie vor ihrer Entfernung vom Amboß quer über diesen gelegt, unter einigen Wen- dungen mehrere Hammcrschläge erhalten; es geschieht dieses zur Be- förderung und Erleichterung des Ausheizens, was namentlich für die stärker zu heizenden Nanftmasseln sehr gut ist. Damit die Arbeit schnell gehet, hat man in Oesterreich mit dem Wasscrgebcr drei Ar-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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