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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 357 -
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— 357 — H. Y9. Die Resultate der Schwallarbeit, wie sie auf den hauptgewcrlschaftlichen Hämmern, wo man so ziemlich am besten arbeitet, ermngt werden, sind folgende: In einem Schwallhammer^ mit zwei Z-rrennftuern und dem dazu gehörigen Schlage werden bei einfacher Besetzung mit 6 Mann in 16 bis 17 Stunden 10 Da- chel gcmactt, und zu einem jeden 232 bis 235 Pfund Roheisen vorgewogen. Die erzeugte Waare bestehet vorwaltend aus Nagclei- sen, aus Zaggeln und aus Drahteisen. Jeder Stab muß uollkom« mcn ganz >'eyn, und die Schmicdung ist zn ungefähr ''/4 Migen ungeschlichttten Quadratstäbcn anzunehmen. Der Calo wird vom Draht- un) Nageleiscn zu 15, vom übrigen Eisen zu 14 Procent gerechnet, womit man jedenfalls auslangt, bisweilen '/« Procent weniger braucht. Der Kohlenaufwand im Jahresdurchschnitt und nach der Einlieierung der Kehlen, also einschließlich des Varncinriebes, beträgt am 100 Pfund Erzeugung ^ bis 2 V« Inneibergcr Faß, oder zwischen 23 und 25 Kubikfuß größtentheils Fichtentohlen; bei einzelnen Proben mit vorgemesscnen Kohlen langt man jedoch mit 18 bis 20 Kubitfuß aus. Die Resultate der Schwallarbeit, wie sie auf den meisten Pri- vathämmcrn, besonders in Steiermart betrieben wird, sind wie die Arbeit selbst ein Mittel zwischen der angeführten, der vollkommenen Schwallarbeit, und jener der steiermärkischcn Löscharbcit, die wir im Folgenden werden kennen lernen. Das erzeugte Eisen fällt här- ter, der Eisenverlust etliche Procent kleiner, und der Kohlcnüerbrand mehrere Kubitfuß großer aus; das Personale ist bei gleicher Feuer- zahl kleiner, aber nahe in demselben Verhältnisse ist auch die Er- zeugung geringer, mithin an Arbeitslohn wenig erspart. » Die stcirische Löscharbeit. ß. »» . Die steirische Loscharbeit, oder die Arbeit, das Fri, schen am Löschboden ist die in Steiermart alt übliche Frischmethode, und in diesem Lande noch zur Stunde von all' den verschiedenen Frischarbeitcn die verbreitetste. Der Vau des Frischherdcs, welcher uns bis auf die Formlage aus §. 74, wo von den gemauerten Herden gehandelt wurde, vollkommen bekannt ist, weicht in der
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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