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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 364 — '.'ollendetcm Ausheizen der Zusatz aufgesetzt, weßhalb er auch Satz« brocken heißt. Während des Ausheizprozesscs und noch einige Zeit nach dessen Veendigung wird von dieser Flosscngarbc nichts abgeschmol« zen, daher sie in einer solchen Entfernung über und vor dem Eßeisen gehalten werden muß, daß sie in dieser Periode nur vorgewärmt wild. Während des Ausheizprozesses wird wie bei der Schwallarbcit der Schweißboden und aus diesem endlich der Zerrennboden gebildet. Alle jene Rücksichten, welche bezüglich der Vildung des Zerrennbo- dens bei der Schwallarbeit im §. 92 angeführt wurden, haben bei der Löscharbeit gleichfalls ihre Gültigkeit. Der einzige Nnterschied, welcher zwischen den genannten zwei Frischmethodcn in dieser Bezie- hung Statt findet, besteht in dem, daß bei der Schwallarbeit ln ungleich kürzerer Zeit ein tauglicher Frischbclen erhalten wird, weil während des Ausheizprozesses mehr Stockweich eingeschmolzen, und dem gebildeten Schweißboden durch den vorhandenen Schwallboden eine gesicherte Nnterlage geboten wird, die ihn am weitern Nieder- sinken hindert. Der Ausheizprozeß, eingerechnet daS Zurichten tes Bodens, dauert in der Regel 2 Stunden, wenn man es mit heißen Masseln zu thun hat; bei kalten Masseln hingegen, wie im Veginn der ersten Schicht, an 2'/« Stunden. ' Nach beendetem Auöhcizen wird die Gebläseluft geschwächt, dann zum Ginlegen der zweiten Flosscngarbe, von der Arbeitseite aus geschritten. In der Regel hat man bei der steiermärkischen Lösch- arbeit für das ganze Zerrennen nicht mehr als zwei Flossengarben, woraus folgt, daß auch diese zweite Garbe ein Gewicht von 60 bis 100 Pfund erhält. Sie wird auf die hohe Kante gestellt, einerseits 4 bis 6 Zoll von den Essenmauern, und anderseits nur etliche Zoll vom Satzbrocken entfernt, über dem Eßcisen eingehalten. Es ist gut. wenn man auch dieser Garbe eine Holzunterlage im Löschtranz einbettet, weil sie denn doch ein bedeutendes Gewicht hat, folglich stark niederdrückt, anfangs sehr hoch gehalten, und nur allmählig niedergelassen werden soll, wodurch die Schnelligkeit ihres Einschmel- zens regulirt wird. Ist die zweite Garbe eingelegt, so wird der Lösch- tranz erhöht und geordnet, dann die Kohlen über dem Satzbrockcn nach der Mitte der Feuers geschoben, und auf den dadurch ent- blößten Flossenbrocken 20 bis 40 Pfund Zusatz (Stockwcich und
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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