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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 368 -
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unter dem Hammer; übrigens gilt bezüglich des mehr oder weniger Durchdrungenfeyns von Schlacke das bei den Schwalldacheln Vemertte. Nicht selten «scheinen die kischdachel jedoch mit größer« oder klei- nern rohen Durchschüssen, die dann beim Drücken und Breitendes Dachels sich theilweise von der übrigen Masse trennen und abfallen. Aus diesen Gründen fällt bei den Löschdacheln in der Regel ungleich m»hr Weich ab, als bei den Schwalldacheln. Wenn aber der ge- bildete Schwall schon durch längere Zeit im Frischherde zurückgeblie- ben ist, so bekommt der Dachel auch auf der untern Seite das Aus- sehen eines Schwalldachels, und man kann ihn dann nur noch an den mehr abgerundeten und mehr ausgebreiteten Seitenrändern von einem eigentlichen Schwalldachel unterscheiden. In so ferne die kischdachel durchschnittlich von roherer Beschaffenheit sind als die Schwalldachel, erscheinen erstere auf der Reinseite weniger aufge- baut; denn ein starl aufgebauter Dachel kann, bei übrigens kün- digen Arbeitern, nur bei hoch gefühltem Frischboden sich behaupten, und dabei ist ein Gaargang nothwendig mit verbunden. Wenn da- her ein start aufgebauter Dackel zugleich mit rohen Durchschüssen erscheint, wie leider nicht selten zu sehen ist, so ist dieses ein hö- herer Vewcis von einem sehr ungleich geführten Frischprozesse. Der vom Frischfeuer mit der Reinseite nach unten gewandte, auf den Amboß des Zerrennhammers gebrachte Dachel, zu welcher tlcbertragung man sich in Steiermart allerorts ler Zi'gzange bedient, wird daselbst vorerst unter mehrmaligem Wenden na>h beiden Seiten des Amboßes gedrückt und gebreitet, dann in zwei Hälften geschro- ten. Hiernach lommt l i l ll'lll Dllchelhnlfte wi.ed.ei i>! Derselben Lage wie früher «uf den Ambcsi, wird abermals gedrückt «nd gebreitet, und dann nochmals in zwei Masseln zerhauen; eler biswellen werden aus einer Dach«lhälfte drei Masseln gemacht, in welchem Falle das größer gelassene Stück nochmals in derselben Lage zum Schroten auf den Amboß zurückgeheben wird. Die einzelnen Nasseln werden auf einer im Boden befindlichen Eisenplatte überenander gelegt, damit sie sich gegenseitig warm halten. Ganz in 'erselbcn Weise »viid sodann di<e zweite Dachclhälfte in zwei oder dri Masseln zer- schroten, und die erhalten«« Masseln zu den erstcrr gelegt. Nach dicscm fclgt da-s Drücken der Massel, wobei zuerst dr beiden Ranft-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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