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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 369 -
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— 369 — masseln und dann die Kernstücke nacheinander in Angriff genommen werden. Die Arbeit des Drückens und Sckrotens unter dem Hammer wird vom Hammerschmiede besorgt, wobei ihm ein Heizer behülstich se»n muß, um das zu schrotende Stück auf den Amboß zu brin- gen und daselbst zu erhalten, während der Wasscrgeber das Ziehen der Schützenstange besorgt. Veim Masseldrücken behelfen sich der Hammerschmied nnd Wassergeber allein. Die ganze Arbeit beim Hammer dauert 8 bis 19 Minuten, und zwischen den einzelnen Verrichtungen muß der Hammer immer auf den Vauer gesetzt wer« den. Während des Schrotens und Masseldrückens wird das betref- fende Frischfeuer für die nächste Dachelbildung wieder zugerichtet. Es ergibt sich mithin der ganze Zeitverlauf von einem Dachet zum nächst andern zu beiläufig 4 Stunden. §. »»3 . Wenn bei der Löscharbcit hauptsächlich nur Zaggel geschmiedet »erden, wie das am öftesten der Fall ist, dann erhält selten ein Massel mehr als zwei Hitzen, weil man bei den Zaggeln auch die unganzen passiren läßt, und ihnen beim Strecken nochmals Schweißhitze ertheilet; überdies werden die Zaggel auf den steirischen Hämmern meist mit 2 Zoll im Quadrate gemacht, daher die zum Abschmieden erforderliche Arbeit und Zeit in einem solchen Fallt viel geringer ausfällt, als wenn größtentheils vollendete Waare er« zeugt, und ,lles ohne Ilngänzen hergestellt werden muß, wie bei der Schwallerbeit angeführt wurde. Der diesfallige Unterschied kann I»ei- Dachet nahe '/« Stunde Zeit, und per 100 Pfund Stabeisen an 4 bis 5 Kubitsuß Kohlen und etliche Prozent ssalo betragen. Man fstegt in Stciermark in folgenden Fällen aus einer Hitze Zaggcl zu schmieden. Erstens, wenn für die Arbeiter des Streck« Hammers Iaggel erforderlich sind, wobei oft ein vollkommen gan- zes, tadellosls Eisen dazu verwendet, wenn gleich das Auöheizcn nicht mit besonderem Fleiße betrieben wird. Dabei unterscheidet man außer dem Sortimente dem Gewichte nach bloß harte und weiche Zaggel, wovon die erstern ein weicher oder eisenschüßiger Rohstahl, aus solchen Hitzen geschmiedet werden, welche sich anfangs unter dem Hammer ziemlich stark stören, in verminderter Hitze aber bald wieder gam,z«achen und ausschmiedcn lassen; sie werten zum Iln-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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