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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 372 -
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— ,l72 — sehen sind; wird gleichsam als ordinärste, billigste Stahlsorte zu sehr verschiedenen Dingen, hauptsächlich zum Stählen or- dinärer Werkzeuge verwendet. 2. Sag brand er. Werden ebenfalls aus stahlarligem, jedoch et- was weicherem Eisen gemacht als das Bruchcisen. Sind stäche Stäbe von durchaus gleicher Breite und Dicke, gewöhnlich 2 bis 2'/« 3°ll breit, '/. bis °/< Zoll dick, und 4'/« bis 6'/, Fuß lang. Die Kanten sind scharf und die beiderseitigen Schöpfe meist abgesetzt. Werden zur Erzeugung der ordinä- ren, großen Sägeblätter, wie zu Vretsägen u.dgl. verwen- det. Aehnlich den Sagbränlern in Beschaffenheit wie in Schmiedung ist das in neuerer Zeit auf mehreren Hämmern erzeugte ordinäre Federneisen, aus welchem °die ordinär- sten Federn ohne vorherige Gärbung erzeugt werden. 3. Radschuhe und Radschuhflecke. Erstere dienen ;ur Anfer- tigung der neuen, letzte« zum Belegen der allen Ratschuhe der Frachtwägen. Für beide wird dieselbe Eisenqualität ver- wendet, nämlich ein halbhartes Eisen, das auf einer Seite mehr Stahl als Eisen ist, auf der andern aber aus zähem Eisen besteht. Man soll dabei die Vorsicht gebrauchen, daß an je- dem Stücke das Wertszeichen auf der weichen Seite aufge- schlagen wird, damit der Schmied bei Anfertigung des Rad- schuhes oder der Reparatur eines solchen die weichere Seite sogleich kennt, die im fertigen Radschuh nach aufwärts gekehrt seyn soll. Die Gestalt des Radschuhsteckes ist die einer keil« sinnigen Platte, 8 bis 12 Zoll lang, 5 bis 8 A l l breit, V^ bis 1'/« Zoll dick; am dünnern Ende ist derselbe zugleich etwas schmäler. Die Gestalt des Radschuhes ist von jener des Fleckes nur dadurch verschieden, daß das schwächere Ende nicht keilförmig endet, sondern um mehrere Zoll weiter fort- geführt und von den Seiten mehr zusammenlaufend endlich in «in Zäpfchen endigt. Die beiden Flügel oder Backen, zwischen welche beim Gebrauche das Rad zu stehen kömmt, müssen bei Anfertigung des Nadschuhes vom Schmiede eigens aufge- schweißt werden; nur bei kleinern Radschuhen, wie für Kal« leschen, die unter dem Streckhammer gemacht weiden, werden
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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