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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 376 -
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ztug Und Nefuli besteht, von dem wir ab» bei der Rchstahlberei- tung das Nähere behandeln welle». Für den entfernten, Handel werden die Eisen-Grobwaarcn, wie die Streckwaarcn, in Büschen zu 100 cder 125 Pfund (zu Zentner- oder Halbs«nim-Vuschen) einge- schlagen, und zwar die kurzen Waaren n<1 l, 3, 5, 0 «„h 12 ge- wöhnlich mit Einem geschweißten Ninge, welcher im glühenden Zu- stande vom kleinern Ende des Vuschens gegen daS dickere angetrie- ben wird, lasi er fest sitzt; die langen Waaren dagegen werden mit einem Paar, Mit ihren Enden füreinander gebogenen Eisenbändcrn, Vügcl genannt, eingeschlagen; große Stücke, wie die großen Nad- reife, bleibe» lcdig. Wir ersehen aus diesem WaarensoNilttente, das; alle möglichen Eiscnsortcn, von der härtesten bis zur weichsten, ihre bestimmte Ver- wendung haben, zu der eine ändere Oortc ungleich schlechter tau- gen würde. Weil nun bei Verarbeitung der gutartige,» Flossen von Vordcrnbcrg kein anderer Fehler in dem dargestellten Slabeisen entstehen kann, als daß selbes mehr oder weniger hart und ungleich ausfällt, dieses Stabeiscn aber für manche Artikel ganz vorzüglich ist, so leuchtet ein, warum man sich aus der im voraus unbestimm- ten, meist ungleiche» Peschaffenhcit des stcirischcn Eisens von jeher nichts gemacht hat, insoferne die Wahl d<c daraus zu machenden Artikel frei gelassen war. Bluter diesen Nmstanden war es nur ven Wichtigkeit, daß der Hammerschmied daS Scrtiren tcs Eisens nach seinem Verhalten unter dein Hammer gut verstanden und beachtet, Und aus jedem einzelnen Stücke icncn Artikel geschmiedet hat, zu dem es vermöge seiner Beschaffenheit geeignet war; bloß!>< so weil als sich die Vestellungsarlikcl mehr auf hartes oder mehr auf wei- ches Eisen beschränkten, mußte man trachten, im Durchschnitte mehr einen rohe», oder mehr einen gaaren Gang der Frischfeucr zu er- lange», und was sich dabei durch den Ausfall des Frisaicus nicht el"ie- len ließ, erlaubte man sich dann beim Sortircn in den einander nahe stehenden Artikeln nachzugeben. Der Hammerschmied war alle die Hauptperson, der Meister des Hammers, und deßhalb ist noch in ganz Steiermark der Hammetschmicd zugleich der über die Heiner gesetzte Meister. Aus diesem Zustande des altüblichen stcicrmärkiscben Eisenfrischens geht klar hervor, warum man in neuerer Zeit, wc
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden