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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 381 -
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ein gutes, gleichförmiges Stabeiscn eräugen tan», allein bei ein wem,, mehr Aufmerksamkeit auch mit den gebratenen Vlatteln und lioch mehr mit den HarNerrennböden ein gleich gutes Product dar- zustellen im Staude ist. Vem Vratprozessc haben wir unter den Vcrfrisckmetl>oden seinen Platz angewiesen, daher wir sogleich zur Betrachtung der Arbeit im Frischfcuer selbst übergehen, nachdem auch bezüglich des Vrcunmatcrialcs nichts besonderes zu bemerken ist. ß. l»< l . Der Voden des Herdes soll während der Arbeit stets mit einer wenigstens 4 bis 6 Zoll dicken Löschlage beleckt blei- ben. Wird diese Lage schwächer, so ist ein Nohgang die Folge; ihre Erhöhung trägt zum^Gaargangc bei. Ilm diesem Löschbodcn mehr Haltbarkeit m geben, muß derselbe von alter, mit Asche und Schla- clentheilen gemengter Lösche hergestellt und fest verstaucht werden. Tiese Lösche wird biei'bei und bei jeder folgenden Nachbesserung, nicht wie in Sleier>n,ark im feuchten, ftndcrn im trockenen Zustande zur Anwendung gebracht, was in einiger Beziehung besser ist, na- mentlich den ohnedies sehr großen Calo bei den gebratenen Vlatteln nicht noch mehr erhöhet, aber mehr Arbeit verursacht, und eine Verzögerung des Nchciscimnschmclzens nöthig macht. Nach den Sei- tenwänden der Herdgrubc wird der Lischboden einige Zoll mehr in die Hche gebogen; dann ein Paar Schaufeln voll Weich (feine Stock- schlacke und sein gepochter Schwall) darüber gestreut, mit deren Menge man sich nach dem Gange des Feuers richtet, indem man »yehr gibt, »venn man Rohgang besorgt, und umgekehrt. Hierauf bringt man an dsll Seitcnwänpen herum noch so viel Lösche jn den Herd, l'is man damit die Höhe der Gßdank erreicht und, sich diese Lösche an den Löschtranz über der Eßbank und der Windseite anschließt. In die Mitte der Hcrdgrube wird vorerst die von der vorigen Pachel- dildung verbliebene Kohlcnglulh und darüber ein Korb voll frischer Kohlen gegeben. Vei Veginn der ersten «ssochcnschicht müssen di.e falten Kohlen natürlich eigens angezündet werden. Auf der Windseite wird nach gefülltem Hcrde in dem daselbst befindlichen Löschwall «pt der kleinen Schaufel ein Veit für d>e erste Hälfte des cinzuschmelzcndcn Roheisens so gegraben, daß die darauf gelegte Parthie gebratener Plattcl ungefähr 6 Zoll höher als die Form, und bei 20 Zoll von dieser entfernt zu liegen kommt. Piese
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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