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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 397 -
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— 397 — tere zum Wärmen der auszustreckenden Kolben dient. Eben so ist nebst dem 5>Ü0 Pfund schweren Zerrennhammer meist an der» selben Welle noch ein 250 Pfund schwerer Streckhammer, und an einer zweiten Welle befindet sich der bei 300 Pfund schwere Roh-, eiscnpochhammer mit quadratischer Vahnfiäche, und ein kleinerer Schlackenpochhammcr; bisweilen ist an einer oder der andern Hammer- radwclle noch ein kleinerer Streckhammer von etwa 150 Pfund Schwere angebracht. Das Vrennmaterial beinahe ausschließlich Fichtentohle. Das Roheisen schwach halbirt bis gan; grau, in Gänzcfonn mit Einkerbungen zum leichtern Abschlagen in regelmäßige Stücke von »bis 15 Zoll Breite und bei 15 Zoll Länge. Außer dem Roheisen ist noch ein wesentliches Material der Hammersinter, welcher von den Draht- und Nägclfabriken und von Kleinschmicden angetauft wird, und altes Eisen, welches man von verschiedenen QucNen bezicht. Da das Roheisen lncn Hammer nahe 4 Gulden, der gcgupfte bairische Mctzen Sinter aber 1 Gulden R. W. kostet, so rechnet man dem Hammermeister 4 Metzen Sinter zu 100 Pfund Roheisen an, das alte Eisen wird durchschnittlich dem Roheisen gleich gerech- net. Daß übrigens ein großer Nntcrschicd im Werthe des Hammer- sinters und des alten Eisens obwaltet, haben wir schon §. 83 ken- nen gelernt. Das Gewicht des gezupften bairischen Metzens Sinter, was nahe 2 Kubitfuß entspricht, wechselt von 90 bis 130 Pfund; das Durchschnittsgewicht ist demnach 110 Pfund, woraus 20 bis 30 Pfund Stabeiscn gewonnen werden; je weniger Sinter man verhaltn ißmäsiig zusetzt, desto größer ist das proccntige Ausbringen dei übrigens gleicher Qualität desselben. ß. l l - l . Die Arbeit beginnt mit dem Zerpochcn des Roh- eisens. Zu dem Ende werden die Roheisenstücke in dem kleinen Mühhcrde so weit erwärmt, als es ohne beginnendes Schmelzen zulässig ist. In dieser Glühhitze werden selbe schnell unter den Poch- hammer gebracht, dessen Pochstock mit einer eisernen Nmfassung versehen ist. Das Zerpochen erfolgt ziemlich rasch, und wird unter beständigem Zuschüren so lange fortgesetzt, als noch einzelne Stück- chen »onl etlichen Kubikzollcn sichtbar sind. Nach dessen Veendigung befindet sich der Roheisensand noch im deutlich glühenden Zustande, und wird sofort mit darüber gegossenem Wasser abgekühlt. Beim
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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