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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 409 -
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— 409 - Stunden, und ;um Abräumen des Herdes, zum Vodenheben und neuen Zurichten des Herdes sind bei '/, bis ^ Stunden erforder- lich. Man kann deßhalb rechnen, daß alle 4 Stunden ü Zentner Hartrennen erzeugt werden. Wenn man weniger als 5 Zentner z»er Nenn einschmclzt, ist die Zeit zwar kurzer, aber nicht im Verhältnisse des kleinern Gewichts, so zwar daß bcim Rennen mit 3'/, bis 4 Zentner auf 4 Stunden berechnet, kaum mehr als 4 Zentner kom- men; und bei größern Rennen mit 6'/, bis 7 Zentnern kommen auf 4 Stunden Arbeitszeit nahe 6 Zentner. Wird daö H«rt;crrenncn ohne andere Zuschläge, als bei die» ser Operation selbst abfallen, vorgenommen, so beträgt der Calo 5 bis 7 Procent, wobei jedoch vorausgesetzt wird, daß man nicht etwa aus UnVoisichtigteit mechanisch in den Schlacken enthaltenes Eisen mit fortwirft. Durch angewandte Zuschläge, wie bereits angeführt, kann nicht nur kein Calo, sondern selbst ein Mehrgewicht an Hart« renn entstehen. Der Kohlcnverbrand wird durchschnittlich zu 1 Vor« ternberger Faß, oder nahe 8 Kubitfuß, per 100 Pfund Hartrenn gerechnet, womit man bei der landesüblichen Unwirthschaft mit den Kohlen, bei den kleinen Rennen zu 3^ bis 4 Zentner nicht mehr auslangt. Durch Anwendung des erhitzten Windes wird beim Hart- zerrenne» nur in so weit etwas erspart, als man auf den Grad ler Entkchlung in dem erzeugten Producte keine Rücksicht nimmt; wird dieser jedoch mit berücksichtiget, dann scheint hierdurch nichts gewonnen zu seyn, weil die Enttchlung bei erhitztem Winde ent- schieden langsamer wie bei kalter Luft geht, obschon das Einschmel- zen des Roheisens bei heißer Luft schneller erfolgt. H. »>8 Eine sehr ausgedehnte Anwendung hat das Naffi- ni«n des Roheisens in England erhalten, weil das dortige Nohei» sen durchaus mit Steinkohlen aus den Erzen erzeugt, viel unrei» ner als das unsrige ist. Erst durch das Naffiniren des Steinkohlen- loheisens ist es bei der ersten Anwendung des Puddlingprozcsscs möglich geworden, ein brauchbares Stabciscn darzustellen, obschon man gegenwärtig den Puddlingprozcß selbst so weit vervollkommt hat, daß in neuester Zeit das Rafsiniren oder Weißmachcn des Roh- eisens wieder großen Theils beseitiget werden tonnte. Man nennt das raffinirte Roheisen in England Feinmetall oder Feineisen, und 27 '
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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