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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 4l0 — darnach werden die Raffinirherde auch Feineise nfeuer genannt. Durch die größern Schwierigkeiten beim Reinigen des sehr unreinen Steinkohlcnrcheiscns, wie durch die Vielfache Anwendung d'ieses Pro- zesses, ist der Vetrieb der Feineisenfeuer ein viel uolltomnnncrer ge- worden als jener unserer Hartzcrrcnnfcucr, welche daher mehrere Verbesserungen von den Feineisenfeucrn entlehnen können,. Die Vorzüge der Feineisenfeucr im Vergleiche mit uniern alten Hartzcrrennfeuern sind folgende: «. Die Anwendung einer passen- der« äußern Gestalt des Roheisens in sogenannten pi^«, Roheisen- stangen von ungefähr 6 bis 9 Quadratzoll Querschnitt Quierbruchs- ftäche, und einer Länge von 3 bis 4 Fuß; b. der Gebrauch meh- rerer Formen und die stärkere Neigung derselben, indem die Zahl der Formen gewöhnlich 3 bis 6, und die Neigung derselb en 25 bis 35 Grad beträgt; o. die Anwendung eines haltbaren, feuerfesten Bodens und dauerhafter Herdwände, ersterer aus feuerfesten Ziegeln, mit einer darüber gestreuten Quarzsandlage von etlichen Zollen Stärke, letztere aus starken hohlen Abbrändcrn mit Wasser- oder Luftkühlung bestehend; cl. endlich der continuirliche Betrieb, indem eine der Seitenwände am Voden mit einer Stichöffnung versehen ist, durch welche das hinlänglich gereinigte Fcincisen abgesto chen, und dann das Einschmelzen des Roheisens im heißen Heide sogleich wie- der begonnen wird. Wir wollen nun diese Eigenthümlich>teiten der Fcincisenfcuer, mit Rücksicht auf unsere Verhältnisse, näher b>eleuckten. ». Das Einschmelzen tcs Roheisens soll möglichst rasch geschehen, aus Gründen, die schon im vorhergehenden Paragrapch erörtert N'orden sind. Zu dem Ende ist die englische Stangenfon» ver- möge der grkßcrnOberfläche und des kleinern Querschnittes viel zweckmäßiger als die Gestalt unserer Striczelfiossen, die nicht selten drei Zoll und darüber dick sind. Dünne Platten oder Blattet, die man nach Belieben zerschlagen kann, wäre die zweck- mäßigste Gestalt, weil bei diesen nicht bloß das Einschmelzen rasch erfolgen würde, sondern auch der orudirenden Wirkung des Windes schon während des Einschmelzens mehr Oberfläche geboten wäre. Ganz besonders zu empfehlen sind hierbei die Vorglühherde, aus denen das Roheisen bereits im glühenden Zustande nun Einsckmel'en in den Herd gelangt; es ist dieses
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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