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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 413 -
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Seite - 413 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 413 - man immer trachten nach dem Oeffnen des Stichlcches die Eiscnansätze thunlichst wegzustoßen, und vor dem Verstopfen desselben mit Lehm, Kohlenstüb und Torf oder Rase» hinein- geben, und den Thonpfropfen nur die äußerste Lage der Ver- stopfung bilden lassen; auch ist es gut, wenn man vor Vcginn des Einschmelzens auf der Innenseite ter Stichcffnung immer etwas Kohlenstüb hinunter macht. Vei Beobachtung dieser Vorsichten wird man mit dem Ocffnen des Slichlochcs nie einen Anstand habcn. Das abgestochene Feineisen kann man in eine aus Sand ode^ Kohlenstüb geschlagene Grube laufen lassen, wenn man aus irgend einem Grunde wie aus der Herdgrube Hartzerrennbodcn abheben will. Für die meisten Fälle dürfte es jedoch besser seyn, wenn man das Feinciscn nach dem Veispiele des englischen Verfahrens in guß- eiserne Flossenformcn laufen läßt, die man zuvor mit Thon- oder Kaltwasser überstreicht. Das erste Hartzerrcnnfeuer nach diesen den englischen Feinei« scnfeuern entnommenen Grundsätzen ist bei uns vor 5 Jahren in Niederwölz auf Veranlassung des Verfassers gebaut worden, und befindet sich seither in gutem Verriebe. Dieser Herd ist mit zwei gewöhnlichen kupfernen Eßfonncm versehen, weil hierbei nicht so häufige Vcrührungen derselben mit der Schlacke und selbst mit Ei- sen eintreten, als bei den englischen Fcinciscnfeuern, die dicsenvegcn schmiedeiftrne Wasserformen habcn. Die halbrunden Formmündun- gen sind "/; Zoll weit und ^ Zoll hoch; das Ncberliegen beträgt 6 Zoll und die Neigung 15 Grad. Die kreisförmigen Düseniffnun- gen haben ^ Zoll Durchmesser und liegen zur bessern Abkühlung der Form 7 Zoll zurück ; die Windpressung bei den Düsen ist gc» gen 18 Zoll Wassersäule. Neide Formen sind von einander 9'/«Z°ll, und jede ist von der entsprechenden Seitcnwand des Herdes l 1 Zoll entfernt, woraus sich die Herdbreite zu nahe 32 Zoll ergibt, wäh« «nd dessen Länge 36 Zoll beträgt. Die Tiefe des Herdes vom Formblatte zum Sandboden hat 9 bis 10 Zoll, von der Eßbank nieder aber um 7 Zoll mehr. Das Stichloch hat 4 und 5 Zoll. Das Feuer ist geschlossen und mit einem einfachen Vorglühherde versehen. Eine nähere Beschreibung dieses Feuers und der Arbeit
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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