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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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auf selbem findet sich im 2. Jahrbuche der montanistischen Lehranstalt zu Vordcrnberg. In 24 Stunden werden aufdiesem Feuer80 bis W Zentner Hart- zerrcnnbödcn erzeugt. Der Calo hierbei ist, je nachdem mit oder ohne Zu- schläge von den Frischfeuern gearbeitet wird, 3 bis 7 Procent, und tcr Kohlenaufwand beträgt i>el- 190 Pfund Erzeugung 5 bis 6 Kubitfuß. H. l l v Das Hartzerrcnnen muß nicht nothwendig in Her- den vorgenommen werden, es ließe sich in Schachtofen und ganz vorzüglich in Flammöfen gleichfalls ausführen. Die Anwendung eines Schachtofens zu diesem Zwecke könnte nur bei unserm leicht zu raffinircnden Roheisen von Vortheil seyn, weil es bei diesem Roheisen schon genügend ist, wenn dasselbe in einem Schachtofen mit einer Formneigung von 15 bis 18 Grad umgescbmolzcn wird, ohne nöthig zu haben, daß der Wind nach vollbrachtem Einschmel- zen noch längere Zeit auf das eingcschmolzene Eisen wirkt. Man würde hierbei gegen die Anwendung eines Herdes nur in so ferne an Brennmaterial ersparen, als die entwickelte Hitze bei einem Schacht- ofen bcffcr benutzt wird. Wenn indessen der Herd mit einem pas- senden Vorglühofen versehen wird, kann diese Ersparung dagegen nicht viel betragen, und nur dann wenn man beabsichtiget mit den Gichtengasen des Schachtofens anderweitige Operationen vor- zunehmen, wäre jedenfalls die Anwendung eines Schachtofens das vorzüglichste Mittel zum Hartzerrennen des Roheisens. Das Raffiniren des Roheisens in Flammöfen ist in letzterer Zeit auf mehreren fremden Hütten zur Anwendung gekommen, und läßt sich auf diese Art ganz gut ausführen, obschon VaS erhaltene Feineiscn in der Regel nicht so schön aussieht, als das in Herden raffinirle'). Der Grün» des weniger schönen Aussehens des in Flammofen rasNnirten Wu > tes durft« in dem Umstände gearundct seyn, das» hierbei verhaltn,sjmaliig zur dewirtlcn lfnllohlung von den übrigen sremden Bestandtheile« weniger ab- geschieden wird als >n Herden, wo durch die beständige Berührung mit Kohl« immer e,n l!>e,l «rydictes (5,sen wieder reoncirt. »ni> selbst Kohle aufaenono »en werden kann, wahrend von den übrizcn fremden V<standlhe>len, haupt- sächlich dem Oillcmm, las einmal oindirte in der Schlacke verbleibt. Als Gegenbeweis dieser Ansicht tonnte vielleicht der U<»st>>ui! geltend gemacht werden, Val» ma» Mittelst des Puddlmgprozesse« aus sehr unreine»! Roheisen bekanntlich leichter c>» brauchbares Eisen darzustellen im Stanoe ist «lj Vurch L«, Hell>fr>sch»rde!t. llllem oicseS Verhalten tritt nur bei lem gani
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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