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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 425 -
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— 425 — führt wird, so zwar, daß der Kohlcngchalt in den erzeugten Harl- zerrennböden oft kaum weniger als in dem zum Harizerremien ucr- wcndcten Roheisen beträgt. Solche Vöden sind bei tcin folgenden Frischprozessc schwer zu verarbeiten, weil sie zu sperr und gleich den sperren weißen Flossen sehr zum Abspringen geneigt, «bschon bei gleich spcrrcm Vruchansrhcn die Vödett ncch immcr leichter, wie die Flossen zu «erfrischen sind. Aus diesem Ärunde werden diese sperre» Hartzerrcunböden gleich den rohen Vlatteln vor ihrem Vcrfrischcn dc,n Vratprozcsse unterworfen. Nachdem die Vöden aber jedenfalls schcn ein reineres Roheisen als die Vlattel sind, wird nur ein ge- lindes Braten vorgenommen, was um so räthlichcr ist, da die Vöden in ihrer Dicke stets sehr ungleich ausfallen. Vermöge der ungleichen Starte der einzelnen Vöden und dem absichtlich gelinden Vralcn kann man alle die verschiedenen Verän- derungen, welche das weiße Roheisen durch lcn Vratprozcß erleidet, gewöhnlich in einem einzigen Stücke nachweisen. An den dünnen, oft nicht Eine Linie starken Stellen findet man unter der Glühspan- decke nur lichtgraucs (mattweißes), körniges, zähes Eisen, welches sich w!t Eisenblech biegen läßt. An den über Eine Linie dicken Stellen kommt in der Regel schon der dunkclgraue Kern zum Vor- schein, welcher jedoch bci noch beträchtlicherer Starte nicht mehr ga»; grau, sondern halbirt auosicht und von der strahligcn Textur der Vö- den um l° mehr beibehallcn hat, je dicker die Stelle !st. Da die Harlzcrrcnnböden durchschnittlich über ^ Zoll dick sind, und nur einer gelinden Vrathitze ausgesetzt werden, so ist der mittlere, grau «der halbirt gewordene Kern der bei weitem vorwal« tcndste Theil der ganzen Masse. Dessenungeachtet sind diese gebra» tenen Vöden sehr leicht zu »erfrischen und geben ein sehr weiches Eisen. Man sieht daraus, daß zwischen diesem grauen oder halbirten Kern und dem unmittelbar am Hochofen, oder auch aus dem Hart- zerrennfeuer erhaltenen grauen oder halbirten Roheisen ein wesent- licher Unterschied Statt findet, indem sich letzteres ungleich roher verhält. Der graue oder halbirte Kern in den gebratenen Vöden ist nicht Folge der größer« Unreinheit, sondern lediglich durch die an- haltende Glühhitze und das darauf erfolgte langsame Erkalten ver« anlaßt werde». Man kann durch dieses Mittel selbst das ganz weiche,
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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