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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 426 -
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kleinluckige, weiße Roheisen in graues verwandeln, ohne einen frein« ron Körper in dasselbe zu bringen; es gehört ta.,u aber dock eine um so größere Erhitzung und langsamere Erkühluug, je reiner und weicher das Roheisen ist. Das Vraten der Hartzerrennbcten, früher auf mehreren Häm- mern in Steicrmark üblich, die sich mit dem Vorfrischen des Wald- eisens beschäftigen, ist gegenwärtig bloß noch theilwcise auf einigen Salzburger Hütten, z.V. in Flachau, zusehen, und kann bei gut geführtem Hartzerrennen jedenfalls in Ersparung gebracht werden, ohne der Güte des Frischgutes den mindesten Eintrag zu thun. Ueb« rigens ist der Vratprozcß ob seiner Einfachheit, besonders wenn er ohne eigenes Vrennmaterial, wie durch die Frischfcuerüberhihe, ausgeführt wird, in manchen Fällen das vorzüglichste Mittel, das Roheisen leichtfrischcnder zu machen. Schließlich noch die Vemertung, daß die gebratenen wie unge« bratenen Hartzerrennbödcn bei der Elnmalschmelzerei ganz so ver« arbeitet werden, wie die weißen, weichen Flossen oder auch wie die gebratenen Vlattel, also am Schwallboden oder Löschboden, nach stei- lischer oder kärntnerischer Art verfrischt werden tonnen. 3. Die deutsche Frischmethode. So wie die Einmalschmclzerei nur mit weißem, leichl- frischcntcm Roheisen vorthcilhaft betrieben werden kann, ebenso ist der gute Verlauf der deutschen Frischmethode an ein im gewissen Grade schwelfrischendes Roheisen gebunden. Das mehr oder weniger halbirte bis ganz graue Roheisen ist demnach das geeignetste für di« deutsche Frischmethode. Dieses Roheisen wird sich nach dem eisten Ginschmelzen stets noch in einem rohen Zustande im Herde befinden, der um so mehr hervortreten muß, je roher das Eisen vor dem Einschmelzen war, je roher die Heldstellung und Windführung ist, je rascher das Einschmelzen vorgenommen wurde, und je weniger gaare Zuschlägt in Anwendung kamen. Im «och ganz flüssigen Zustande, ähnlich wie im Hartzerrennfeuer soll das Roheisen nach Vollbrachtem Einschmelzen jedoch nicht seyn, waS man durch die auf
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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