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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 425 — Schon dieser flüchtige Ileberblick zeigt uns, daß bei der deut- scken Frischmethode je nach Beschaffenheit des zu '.'erfrischenden Rob- eisens, und ie nachdem man eine bessere Sorte Stabcisen oder leicli- tere Arbeit beabsichtiget, sehr viele Modificationen eintreten können, wornach man diese Arbeit mit verschiedenen Namen belegt hat. Zu diesen Verschiedenheiten kommt ferner noch, ob man viel oder we» nig Roheisen mit einmal in Arbeit nimmt, oder den Ausheizprozeß theilwcise oder gänzlich in einem andern Feuer vornimmt, ia selbst die sogenannte Südwall iser Frischmethode, bei der das Ginschmel- zen des Roheisens in einem eigenen Hartzerrennfcuer geschieht, und tas flüssige Feincisen unmittelbar in den Frischherd abgestochen wird, gehört mehr der teutschen Frischmcthote, als unserm Hart- und Weichzcrrennen an. Alle diese Modifikationen der deutschen Frisch- arbeit, die begreiflich viel mannigfaltiger als die verschiedenen Ein- malschmelzereien seun müssen, im Einzelnen durchzugehen, wäre »echt interessant; man lernt bei jeder etwas, und wäre es auch nur, wie man nicht arbeiten soll; allein der Zweck des vorliegenden Vu» ches beschränkt uns auf die in den Vcreinsländern gebräuchlichen Frischmethoden, wornach wir uns um so mehr richten, und selbst dabei kurz fassen wollen, da die deutsche Frischmethode in ihren verschiedenen Abarten in vielen Vüchern der neuesten Zeit umständ- lich beschrieben ist. Noch vor 15 Jahren war die deutsche Frischmethode in den Vereinsländern nirgends üblich, sondern das für diese geeignete Wald« eisen wurde durchgehcnds durch eine der Vorfrischmetboden für die- Einmalschmelzerei tauglich gemacht, welche bei dem vorwaltend wei' ßcn Roheisen einmal die landesübliche Frischmethodc war. Vei den steigenden Preisen der Kohlen und dem bekannt auffallend geringern Verbrauche derselben bei der deutschen Frischmethode, wurden mehrere unserer Hammerwerksvorstcber endlich bewogen, aus andern deutschen Ländern und einige aus Frankreich mit dieser Arbeit vertraute Leute sich zu verschaffen, und durch selbe die deutsche Frischschmiede hier einzuführen. Neuberg warinTteiermark, Fran tschach in Kärn- ten, St. Ggidi in Oesterreich und Werfen in Salchurg das erste Werk, welches mit der teutschen Frischmethodc durchgegriffeil hat. Wewisi haben die betreffenden Wertsvorstchcr durch t i , solchergestalt
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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