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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 434 -
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Seite - 434 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 434 — wild das Roheisen von Zeit zu Zeit gelüftet, und so ferne die aus- zuheilenden Schirbeln nicht im Wege sind, der Form mehr oder weniger genähert, wobei man jedoch bei den Bewegungen nach tem Roden, wegen Verletzungen der Schlackentruste, welche die Bildung von rohen ßisenscylen nach sich ziehen, vorsichtig seyn muß. Man muß ferner die Stange mit einer gewissen Behendigkeit hantha- ben, nicht rührende Bewegungen machen, und nicht unnothig lang damit im Roheisen verweilen, um dasselbe nicht zu sehr abnikuhlen und mit halberstarrter Schlacke zu vermengen, wodurch ein kalter, schlackiger Gang, und besonders gegen Ende d»s Einschmelzens leicht ein zu starkes Kochen des Eisens veranlaßt wird. Auch daS Reinigen der Formmündung von angesetzten Schlackennasen tann bequem mit dieser Stange vorgenommen werden, was immer die letzte Arbeit ist, bevor man die Stange wieder zur Seite stellt; da- bei soll man jedoch die an tem Formabbrande angelegte Schlacken- lruste nui selten oder gar nicht ablösen, weil sich derselbe immer wieder neu belegt, und durch die oft abgelösten Krusten bloß Ver- anlassung zu einem kalten, schlackigen Gange gegeben wird. Vei gutcm reinen Gange wird die Schlacke von dem Winde in allen Tkeilen des Herdes in Gestalt feiner hellgelber Perlen in die Höhe gelrieben, wogegen dieselben bei verursachtem schlackigen Gange nur stellenweise, hauptsächlich zunächst der Form, in Gestalt gro- ßer weißer Perlen aufgeworfen wird. Im letztern Falle muß man außer den schon angedeuteten Vermeidungen des schlackigen Gan- ges, zugleich durch Lüften mit der Stange dem Winde wieder den gehörigen Durchgang verschaffen. Gegen Ende des Roheiseneinschmel^ zens muß übrigens das Lüften mit der Stange öfters wiederholt werden, damit die kleiner gewordenen Noheisenstücke nicht theilweise ungeschmolzen zu Voden gehen. Sehr rohschmelziges, schwerfrischendes Roheisen verursacht ein« dunklere, röthliche Flamme, gibt weniger aber sehr flüssige Schlacke, und schmilzt selbst flüssiger ein, wodurch der Voden sehr erwärmt wird, und die Schlackensohle leicht aufgelöst werden könnte, was aber zunächst durch Luft- oder Wasserkühlung unter dem Herdbo» den, und wciters durch wenigen und kalten Wind, im Falle näm- lich ein Lufterhitzungsapparat vorhanden ist, vermieden werden muß.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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