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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 435 -
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Vel leichtfrischendem Roheisen dagegen kann das Einschmelzen durch starten und erhitzten Wind beschleuniget werden, ohne daß man, selbst bei Unterlassung des Hcrdbctcnkühlens von unten, ein Flüs- sigwerten der Schlackensohle zu befürchten hat; überdies soll das Einschmelzen des Roheisens immer so beschleuniget werden, daß »s am Ente dieser Periode nicht etwa schon zu einem mit der Stange undurchdringlichen, festen Klumpen verkocht ist. Eine Vcusistenz wie dicker Teig ist der gewünschte Zustand des Eisens gegen Ende des Einschmelzens. Bei dem gleichzeitig Platz nehmenden Ausheizpro» zesse wird das Roheiftneinschmelzen indessen häufig mehr verzögert, als es außerdem >»r Fall seyn würde. Vemertt man, daß unge- achtet des durch den Ausheizprojeß, und außerdem absichtlich verzö- gerte» Roheiseneinschmelzenö, dasselbe zu roh im Herde bleibt, in» dem man es mit der Stange vermöge seines dünnflüssigen Zustan' des gar nicht zu fühlen im Stande ist, so kann man noch etwas Gaarschlacke nachtragen; und sollte sich zu viel Rohschlackt ange- sammelt haben, was man aus dem Verhalten der aufgetriebenen Schlacke und deren Velegung an der Stange beurtheilen kann, so wird ein Theil derselben bei den obern Schlackenlöchcrn abgestochen, was vor Beendigung les Einschmelzens jedoch selnn nothwendig ist und nicht gerne vorgenommen wird, weil meist ein Theil Eisen mit abläuft. Gegen Schluß des Einschmelzen« gerath das Eisen oft in Ko. chen, besonders gern bei rohschmelzigem Eisen, und wenn man durch ungeschickte Arbeit einen lallen, schlackigen Gang verursacht hat. Es entsteht überhaupt, wenn das Eisen gerade die rechte Flüssig- keit hat, und mit Schlacke vermengt ist '). Man sieht es nicht gerne (wiewohl etwas Kochen bei rohschmclzigem Eisen nicht scha« det, ja bei der darnach benannten Koch schmiede durch Rühren sogar geflissentlich herbei geführt wird), besonders wenn es heftig wird, weil dabei Eisen im Herde herumspritzt, und es dann schwer hält alles gleichmäßig wieder vor die Form zu bringen, in Folg« D>esei Kochen, welch« man !MPudvlina«fen am deutlichsten beobachten kann, entstehet durch die ßmwirlung »>s Sauerstoff«,,Haltes »er Schlacke auf den »ohlengehalt »es Noheisens, wodurch Wasartcn, hauptsächlich Kohlen»!»««««. gcl>i!d>» werden, welche bci ihrer Entbindung das lluflcchen »crursachen.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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