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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 436 -
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Seite - 436 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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- 436 — dessen oft erst bei dem später folgenden Luppenmachen einzelne die- ser rohen Stücke nicderschmelzen, und sofort rohe Stellen i» der Luppen verursachen. Nach vollendetem Niedcrschmelzen des Roheisens werde» die im Herde herumgestrcutcn, meist auf der Gichlseite befindlichen, un- geschmolzenen Vrocken von Schlacke und Eisen mit der Stange vor die Fenn geschafft und niedergcschmolzen, was so lange wie- derholt wird, bis sich nichts mehr ungcschmolzen zeigt, und die auf- fliegenden feinen Schlackenpcrlen den Vcwcis liefern, daß sich die Schlacke gehörig vom Eisen getrennt hat. Viele Arbeiter belegen diese Operation mit dem eigenen Namen, das Schäumen. In dieser Periode ist das Ablassen eines Theiles der Schlacke sehr ge- wöhnlich, und hat man es mit einem argen Rohgange zu thun, so kann selbst jetzt noch etwas gaare Stockschlackc nachgetragen werden. So lange ein Theil des cingcschmolzcnen Roheisens sich noch im flüssigen Zustande befindet, sollte eigentlich kein Aufbrechen Statt finden; bei sehr rohschmelzigcm Eisen ist es aber cft trotz der vie- len gaarcn Zuschläge, des schwachen und kalten Windes, der Herd- bodcnabtühlung und des öftcrn Ucberkühlens mit Wasser, schwer, es gleich nack vollendetem Einschmelzen in den gewünschten halb» starren Zustand zu bringen. Ein geschickter Arbeiter braucht indessen nicht so lauge zuzuwarten, bis alles Eisen hinlänglich gestockt ist, sondern beginnt früher mit dem Aufbrechen, und weiß sich hierbei mit Gewinn an Zeit zu behelfen. Die Dauer des Noheiscneinschmelzcns, eingerechnet die Vor- bereitung des Herdes, kann bei einem Roheiscncinsahc V0!I 180 Pfund, je nach Beschaffenheit des Roheisens und der Dauer des gleichzeitig mit vollbrachten Ausheizprozesses 1 bis 2 Stunden be- tragen. H. l H 8 Das nun folgende Aufbrechen, welches zum Zwecke hat, das sämmtliche cingeschmolzcne Eisen wieder über den Horizont der Form zu bringen, um es abermals nicdcrzuschmclzcn, wild von verschiedenen Arbeitern auf verschiedene Weise ausgeführt; aber bei den geschlossenen Herden findet wenigstens die Gleichförmigkeit Statt, daß alles Eisen im Herdraume verbleiben muß, während bei offe- nen Herden oft ein Theil desselben vorläufig auf die Gichtplatte
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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