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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 443 -
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Seite - 443 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 443 - vorgenommen, und wenn man die Wahl hat, mit erhitzter Luft gearbeitet'). Die einzuschmelzende Masse muß mit der kleinen Brechstange öfters gelüftet und die Formmündung rein gehalten werden, damit sich der Wind über den ganzen Herd ausbreiten, die Schmelzung rasch erfolgen, und nirgends eine Lösche auf der niedcrschmelzenden Masse liegen bleiben kann, welche sonst von dem Nachschmelzenden umhüllt, in die Luppe cingebacken werden, und sofort Ungänzen und Ungleichheiten im Stabeisen verursachen müßte. Nebst der Brechstange bedient man sich hierbei auch des Zcrrennhaggens, um die Masse vom Hintcrzacken hervor zu ziehen, und zu andern ähnlichen Vewegun- gcn. Veim Gichizacken sucht man dem Winde immer seinen Durch- zug offen zu erhallen, damit er sich gehörig ausbreitet und die über- flüssige Schlacke wie die allenfalls hineingefallene Lösche hinausge« w orfcn wird; auch darf daselbst kein Eisen niedcrschmelzen, welches leicht zu rch seyn könnte, und jedenfalls die Luppe verunstalten würde. Sammelt sich ungeachtet des Durchganges am Windzacken zu viele Schlacke an, so hindert sie zu sehr den Wind, verzögert das Ein- schmelzen, gibt zu einer immer größer werdenden Verschlackung des Eisens Anlaß, und muß daher theilweise abgelassen werden; läßt man zu viel ab, so fängt das Feuer gleich an hell aufzubrennen, was durch Glühspanzusatz wieder gedämpft werden muß, um einen zu großen Eisenvcrbrand zu vermeiden, obgleich man dabei Gefahr läuft, daß etwas Glühspan im Eisen eingebacken bleibt. Es deutet immer auf ein fehlerhaftes Verfahren, wenn während des Nieder- schmelzens zur Luppe zum Schlackenstechen geschritten werden muß; was überdies wegen vorliegendem Frischeisen oft gar nicht gelingt, und Kann eine kleine schlackige Luppe zur Folge hat. Das Ablassen ter Schlacke soll erst am Ende des Luppenmachens, und zwar beim ') Es ist »icscs Niederschmelzen von iene« t« oer «linmalschmelzere, wesentlich verschieven, indem bei der »leinfrischere! »>e «fislnmass,: sich schon in eine», <<aaren Zustande befindet, daher möglichst rasch cmneschmolze» werden lann oline einen Nohqang z» veranlassen. Man könn annehmen, oass Vcr Zustand des Eisens »ci »er K>c!»lr>schclc>, wie überhaupt bei ledcr Vcutschcn Fr,sch> schmiede, noch dem vollendcec,, erste» Nicderschmelzcn u»aef>>!>r Vcricmae <st, <» «vclilicm sich Las !>>'< dcr Emmalschmelzerei verwendete Roheisen pe- nndlt i ourchschmlMch eurftt sogar oab lctzlcrc noch roher seyn.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden