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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 458 -
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— 458 — tes Formabbrandeü befindet, ist nur auf der hintern Seite eine etwas nach außen geneigte Wolfmauer, ähnlich wie bei einem Schwall- feuer, aufgeführt. Bei der gewerkschaftlichen Methode ist der Frischherd ganz so gebaut, wie bei der Lcscharbcit im §. 99 bemerkt. Nur die Wind- führung ist dadurch etwas geändert, daß die Form nie unterfeilt, wohl aber oft 1 bis 2 Linien übcrfcilt, und stets um 2 oder 3 Grade weniger als bei der Eisenarbcit, also ? bis l!) Grad geneigt ist; überdies wird bei der Stahlarbeit in der Regel mit einer gerin- gern Windprcssung als bei der Eisenarbeit gefrischt. Der Unterschied im Herdbaue zwischen der hauptgewertfchaft- lichen und gewerkschaftlichen Methode steht mit dem Unterschiede im Roheisen und der Arbeit in keinem nothwendigen Zusammen- hange, sondern ist Gewohnheitsache, und wir müssen nach den im §. 75 entwickelten Gründen dem hauptgewertschaftlichen Herdbau den Vorzug einräumen "). Dagegen der Unterschied in der Wind- führung ist mehr oder weniger Folge des Unterschiedes in den zu verfrischenden Flcssen, indem die hauptgcwertschafllichen Stahlhäm« mer, welche ihr Roheisen von den hohen Ocfen in Hieflau und Eisenerz erhalten, durchschnittlich viel sperrere Flcssen zu «erarbeiten haben als die gewerkschaftlichen Stahlhämmer, welche ihre Flossen von Vordernberg beziehen. Auf Seite 1l ist schon von Stahlflossen, Stahlkuchen und den großluckigen Flossen gehandelt worden. Tie hauptgewerkschaft- lichen Stahlhämmer haben fast ausschließlich die erste stlossengat- tung, und in dem kleinen Antheile anderer Gattungen sieht man viel mehr Spiegclciscn (und mitunter selbst halbirtes Nchcisen) als großluckige Flossen. Die gewerkschaftlichen Stahlhämnur dagegen verarbeiten Stahl- oder Hartftcsscn und großluckige Flossen in nahe gleicher Menge, und Spicgclftossen oder gar halbirtes Roheisen kömmt beinahe nie vor. Als Brennmaterial haben zwar die hauptgewerkscha'tlichen wie die gewerkschaftlichen Stahlhämmer Fichtentohlcn, allein erstere ') D>t Hauptgewerkschaft hüt auch bereits etliche geschlossene Stahlh'rve mit Vor- zluhöfcn un» Lusltrhlyüngiapüoraten „ltheilhüft in Anwenlunggedrocht.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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