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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 402 — Vei der gewerkschaftlichen Methode hingegen wird der Dachet, zu dem selten weniger als 1^0 Pfund Flossen cingeschmolzen wer- den, meist nur in 6 parallel gelegene Massel geschrotten, die alle gedrückt und gleichzeitig zum Ausheilen ins Feuer kommen. Na» gegen wird mit dem Einlegen der ersten Flossengarbe wie bei der Eisenarbeil am Löschboden so lange gewartet, bis nur mehr 2 Mas- sel und allenfalls noch ein Kolben zum Ausheilen im Feuer sind. Unstreitig muß bei diesen abweichenden Verfahrungsartcn abermals der hauptgewertschaftlichen Methode der Vorzug eingeräumt werden. Von großer Wichtigkeit sowohl für den Aushci<pro;eß als für die Bildung des Zerrennbodens ist die Menge und Beschaffenheit der auf die Kohlen gestreuten zerkleinerten Frischscklackc. Sie muß dem Feuer beim Ausheizen den nöthigen Saft zur Erlangung saf- tiger Hitzen und zugleich tas Mittel abgeben, um den zum Zer- lennboden werdenden Sckwcißbodcn in der entsprechenden Höhe an- zusetzen, und ihn vor dem Erlangen einer zu gaaren Beschaffenheit gegen den Windstrom gehörig zu schützen. Es läßt sich natürlich tein bestimmtes Quantum angeben, das jedesmal aufzustreuen wäre, weil man sich damit großen Theils nach dem Ausfalle des vorigen Dachels richten muß, mitbin bald mehr bald weniger Schlacke auf- geben soll. Besonders stark veränderlich ist dieses Quantum bei der gewerkschaftlichen Methode, weil einmal viel, ein anderesmal gar lein» Schlacke vom vorigen Dachel im Herde zurückgelassen wird; bei dem hauptgewertschaftlichen Verfahren dagegen, wo der Herd jedesmal geräumt wird, bleibt sich diese Menge mehr gleich, und kann zu 25 bis 40 Pfund angenommen werden. T>ie Beschaffen» heit der Schlacke soll mehr roh als gaar seyn, sich jedoch gleichfalls nach Beschaffenheit des zuletzt erhaltenen Dachels richten. Man kann daher im Vergleiche mit der Eiscnarbeit über Menge und Beschaf- fenheit der Schlacke nur so viel sagen, daß bei der Stahlarbcit durch- schnittlich mehr und rohere Schlacke aufgegeben, und während der ganzen Arbeit im Herde erhalten werden muß, worin wir also bei der Arbeit selbst die erste wesentliche Abweichung von der Ve» reitung des Stabeisens erblicken. Zu Anfang des Ausheizprozesses gibt man nur schwachen Wind, damit die aufgestreute Frischschlacke nicht so schnell zwischen den
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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