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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Kohlen niererrollt, sondern zur bessern Erhitzung mehr Zeit behält, und sich zu einem um so flüssigeren Schlackcnbade im Herde an- sammelt. Sobald aber die Schlackenperlen im aufsteigenden Lauche zum Vorscheine kommen, was in 19 bis 15 Minuten einzutreten pflegt, wird die Gebläseluft »erstarkt. Diese Verstärkung des Ge« blasts muß sich im Verlaufe des Aushei'cns wie bei der Eisenar- beit nach Beschaffenheit des Schweißbodcns lichten, je hoher sich dieser ansetzt, desto stärker kann der Wind seyn; da jedoch ohnehin die größere Menge und rohere Beschaffenheit der Schlacke den Vo< den mehr niedertreibt, so muß im Allgemeinen bei der Stahlarbeit ein schwäckerer Wind schon bei dem Ausheizprozesse angewandt wei- den, worin sich uns sogleich die zweite wesentliche Verschiedenheit der Ctablmanipulation von jener der Eisenarbeit darstellt. Der Ausheizprozeß weicht von jenem bei der Stabeisenbcrel» tung nur in so ferne ab, daß der Stahl viel gelindere Hitzen er- halten muß als das Stabcisen, da er leichtflüssiger ist, mithin die Massel und Kolben eher abgebrannt werden; übrigens macht die schwierigere und meist feinere Ausschmiedung des Stahles öftere und kleinere Hitzen nothwendig. Man kann sich deßhalb bei den Stahlhitzen ungleich weniger auf die äußern Merkmale, wodurch die eingetretene Hitze angekündiget wird, verlassen, sondern ist genö-° thigt die Stahlhitzen öfters anzusehen, wozu man auch gewöhnlich das Uebeirücken oder Uebersteckcn der Massel und Kolben benutzt, um deren bereits erlangten Hitzgrad vor Augen zu haben. In dem Maße als im Feuer durch die bereits ausgeheizten Stücke Platz wild, Werden neue Massel aus dem Narmöfel oder Vorglühherde nachgeholt, bis alle eingerückt sind. Die eigenthümliche Behandlung der Stahlhitzcn unter dem Hammer soll später erörtert weiden. Während des Ausheizprozesscs bildet sich, wie bei der Eisen, arbeit, der Schweißboden von den abgeheiztcn Massel- und Kolben- theilen und der allenfalls zugesetzten Stockweich. Vei der hauptge- werkschaftlichcn Methode, wo das Einschmelzen der Flossen früher als bei dem gewerkschaftlichen Verfahren beginnt, trachtet man schon während der ersten Hälfte des Ausheizens, durch öfteres Aufgeben zerkleinerter Stockschlacke, dem Schweißboden bei Zeiten hinreichende Stärke zum Zerrennboden zu verschaffen; bei der letztem Methode
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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