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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 465 -
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— 465 — Ondlich »ach beendetem Ausheizcn, was selten über 2 Stunden, vom Anfange gerechnet, dauert, wird die zweite inzwischen schon zur uilligcn Glühhitze gebrachte Garbe in aufgekanteter Lage vor der Form eingehalten. Auf einigen hauptgcwertschaftlichcn Stahlhäm- «>ern fstegt man jedoch das ganze Nohciscnquantum in die erste Garbe -u nehmen, und neben dieser großen Garbe bloß immer zwei Massel zum Ausheizen einzuhalten. Tadui-ch wird der Aushcizpro- zcß mel>i in die Länge gezogen, was man, im Falle zwei Stahl- fcuer nur Einen Hammcrschlag haben, dieser überdies nicht gut gehet, eder ziemlich klein ausgeschmiedet werden soll, sogar absicht- lich thun muß, und dann ist bald nach beendetem Ausheizcn auch der Zerrennprozcß beendet. Wenn aber eine solche gegenseitige Hem- mung tes Ausheizens bei zwei Feuern nicht zu besorgen ist, dann wird es jedenfalls vortheilhaft seyn, wenn man den Aushcizvrozeß möglichst beschleuniget und eine zweite Garbe einlegt, durch deren Einschmelzen, gerad« vor der Form, man es in seine Macht be- kömmt, den an dieser Stelle wahrend des Ausheizens gern etwas zu hoch gewordenen Voden wieder nicderzutreiben; denn bei einer einzigen Garbe geschieht es öfters, daß man selbe wegen zu roher Beschaffenheit des Bodens an der Windseite nicht mehr verrücken darf, obschon die gaarere Vcschaffenheit des Bodens unter der Form dies gestatten, vielleicht sogar verlangen würde. Vei der gewerkschaftlichen Methode wird die erste Flossengarbe erst dann eingelegt, wenn nur mehr zwei Massel im Feuer sind, was indessen gewöhnlich schon nach Verlauf von einer Stunde ge- schieht, weil man weniger und größere Massel hat, und aus den Masseln nicht gleich die Stahlstangen, sonder» vorerst nur kleine Kolben auszuschmieden pflegt, die wenigstens einstweilen bei Seite gelegt werden. Je nachdem diese bei Seite gelegten Kolben im Stahl« feuer selbst ausgeheizt werden sollen, oder dieses in einem eigenen Aushcizfeuer bei einem kleinern Hammer vorgenommen wird, läßt man es bei dieser Einen Garbe bewenden, oder bringt nach been- detem Ausheizen der Massel auf der Arbeitseite eine zweite Garbe an, in welchem Falle die erstere etwas leichter von Gewicht ge- nommen wird. Im erster« Falle wird nach vollendetem Ausheizen der Massel die Garbe so weit vorgerückt, daß sie sich bis zum Ein«
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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