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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 466 -
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Seite - 466 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 466 — schmelzen erhitzen kann; damit dieses aber nicht zu rasch erfolge, wlrd das Gebläse bedeutend geschwächt, und nur dann während des Einschmelzens in dem Maße verstärkt, als die Beschaffenheit deS Votcns es verlangt. Gleich nach Schwächung des Gebläses wird auf die vorgerückte und zu oberst von den Kohlen entblößte Garbe »in entsprechenles Quantum von 30 bis 60 Pfund Stockweich und Schwallbrccken aufgesetzt, die auszuheilenden kleinen Stahlkolben, so viel ihrer Platz haben, in beträchtlicher Höhe über der Form eingelegt, mehr Kohlen aufgeschüttet, und allenfalls geschleedert. Während des sehr geschwächten Windstromes erlangen die hoch ge- haltenen Kolben nur schwache Glühhitze; bei hernach etwas verstärk- tem Gebläse wild ein Kolben nach dem andern tiefer nieder vor die Form gelassen, bei erhaltener Schweißhitze im Schlackenbade des Herdes gewendet, endlich unter den Hammer gebracht, und in dem Maße, als im Feuer Raum wird, neue Stahlkolbcn eingehalten, bis alle ausgeheilt sind, was gewöhnlich eine Stunde, oder vom Anfange an 3 Stunden währt. Im zweiten Falle wird nach voll- endetem Massclaushcizen ebenfalls die zuerst eingelegte Garbe vorge- rückt, der Wind geschwächt, Zusatz aufgesetzt, und dann sogleich die zweite Flossengarbe von der Arbeitseite aus in aufgekanteter Lage und ziemlich hoch über der Form eingehalten, der Löschkranz erhöht, Kohlen aufgeschüttet und geschleedcrt. Ob die kleinen Stahlkolben am Stahlfeuer selbst ausgeheizt, oder zu dem Ende einem eigenen Ausheizfcuer übergeben werden sollen, hängt von mehreren Umständen, hauptsächlich von der ver- langten Feinheit in den Slahlstangen und der Leistungsfähigkeit des Hammerschlages ab, und ist in jedem einzelnen Falle leicht zu ermitteln. Im Allgemeinen kann jedoch bemerkt werden, daß es bei den größer» Masseln der gewelkschaftlichcn Methode in den meisten Fällen am zweckmäßigsten seyn dürfte, wenn man das Ausheizen im Herde des Stahlfcuers nur bis zu den ganz gemachten Stahl- tolben treiben, und diese dann im Vorglühherde erwärmen und so- fort ausschmicdcn würde. Vei den kleinern Masseln der hauptge, »Vtitschafclichen Methode wäre auf diese Art allerdings weniger Zeit für das Stahlfcuer zu gewinnen, weil in derselben Hitze, in wel- cher, der Neine Massel endlich zu einem einzigen ganz gemachten
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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