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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 469 -
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— 469 — lann stellenweise immer tiefer wird, und bei anhaltend zu raschem Einschmelzen erfolgt darauf endlich ein förmliches Durchzerrennen. Verzögertes Einschmelzen, öfteres Uebertühlen, Verrücken der auf tie gtoße Flesscngarbe gesetzten Zuschläge, Abstechen der Schlacke und Schwächung des Windes sind die nach Maßgabe des einge- tretenen zu großen Nohgangcs nach einander in Anwendung zu dringenden Mittel. Schlimmer noch als ein zu rasches Ginrennen ist der ähnliche, jedoch raschere Vorgang, wenn ein Stück Flossen aus der Gaibe auf den Zerrennboden fällt, wcßhalb man gegen las Abspringen der Flossen äußerst vorsichtig seyn muß, auf das man durch den eigenthümlichen klingenden Ton aufmerksam ge- macht wird. Entdeckt man ein abgesprungenes oder sonst lose ge- wordenes Flosscnstück, bevor es auf den Voden gelangt, so hat es keine Schwierigkeiten, dasselbe mit einer Zange oder der klei- nen Schürschaufel aus dem Feuer zu schaffen; wenn es aber be- reits zu Voden gelangt ist, hält es oft schwer, dasselbe wieder her- aus zu bekommen. Man überzeugt sich von dem Vorhandenst»« eines Flossenstückes am Voden durch das Sondircn mit dem Räum« eisen sehr deutlich, und könnte dasselbe bei flüchtiger Untersu- chung nur allenfalls mit einem hereingcfallcnen, noch kalten, grö- ßcrn Zusatzblocken verwechseln. Entdeckt man ein solches Stück am Voden, so ist das Nächste, daß man den Wind schwächt, oder auf einen Augenblick vielleicht ganz einstellt, dann start übertühlt, und hierauf mit der kleinen Rennstange und einer langschaftigen Spitz- zange dasselbe aus dem Herde holt. Gelingt es auf diese Art nicht, das Flosscnstück heraus zu bekommen, welches natürlich fortwährend im Schmelzen begriffen ist, so muß man di» vorgenannten Mittel gegen einen zu großen Rohgang, vor allem einen schwachen Wind, in An- wendung bringen, um das Uebel möglichst klein zu machen, wobei man aber immer noch ein theilweises Tlurchzerrcnnen zu gewärtigen hat, was bei der Stahlarbeit viel näher liegt, als bei der Eisenarbeit. Um das Einschmelzen der Flossen besser reguliren und um dem möglichen Herausfallen der einzelnen Flossenstücke aus der grö« ßern Garbe sicherer begegnen zu können, wird diese Garbe, nach- dem schon der größte Theil der Flossen eingeschmolzen ist, auf die hohe Kante gedreht, und die einzelnen Flosscnreste allenfalls mit
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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