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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 470 -
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— 470 — ein Paar kleinern Zangen gepackt. Daß unter übrigens gleichen Ilm« ständen die weichern Flossen schneller eingeschmolzcn werden dürfen und müssen, ist ohnehin klar, und es leuchtet hieraus ein, daß der Zerrennprozeß nach der gewerkschaftlichen Methode rascker geführt »«erden kann als bei dem hauptgcwerkschaftlichen Verfahren, wodurch die ganze Dauer für eine Tachelbiltung bei beiden Arten ziemlich gleich ausfällt, obschon nach dem Vergange bei ten gewerkschaftli- chen Hämmern der Zcrrennprozeß viel später beginnt. Allein zu «eiche Flossen, z. V. tleinluckige, darf man nicht anwenden, weil diese bei dem aus andern Rücksichten stets mehr schwach gehaltenen Windstieme sich bei ihrem Abschmelzen schon Anfangs nicht gehörig am Volen ausbreiten würden, und gegen Ende des Zerrenncns oft gar nicht rasch genug cingcschmolzcn werden könnten. Mit mehr Sicherheit für einen guten, gleichförmigen «nü harten Stahl arbei- tet man daher immer bei Anwendung etwas sperrerer Flossen, nur geht die Arbeit langsamer. Ueber Menge und Art der Zuschläge'ist alles das zu berück- sichtigen, was wir schon bei der Eisenarbeit kennen gelernt haben. Je härtere (sperrerc) Flossen man zu verarbeiten hat, testo mehr gaare Zuschläge wird man durchschnittlich brauchen; wenn man daher die Stahlarbeit mit mehr weiche» Flossen betreiben soll, kömmt man oft in Verlegenheit, daß man nicht im Stande ist, alle di« erzeugte Stockschlacke zu verwenden, wodurch dann ein unvcrhält- nißmäßig großer Calo entsteht. Das Sintcrabstcchcn wird auch bei der Etahlarbeit während des Aushcizens nicht vorgenommen/ außer wenn eine zu tiefe oder verzögerte Vctenbillung es erheischt. Sehr gewöhnlich wird nach beendetem Ausheizen zum ersten Sintcrstiche geschritten, unl dies wäh« rend des Zerrcnnens ein oder ein Paar Mal wiederbolt, wobei man aber stets besorgt seyn muß, daß nicht zu viel abstießt, weil, wie schon einmal bemerkt, bei der Stahlarbcit im regelmäßigen Verlauf« unmer eine größere Menge davon im Herde behalten werden muß als bei der Eisenarbcit. Aus diesem Grunde ist die Erscheinung des hellen Aufbrennenö des Feuers bei der Stahlarbcit viel selte- ner als bei der Stabeiscner;cugung. Ein wesentliches ßrfordcrniß zum Gelingen tcr Stahlarbeit ist ferner, daß die vorhandene Schlacke
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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