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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 485 -
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— 485 — putzten Teule noch bemerkbaren weichen Stellen, bevor er aus dem Feuer gcncmmen wird, durch Eintauchen in den frischen Sauer gleichsam zu cemcnliren, härler zu machen ') . Wenn demnach zu be» sorgen stehet, daß der Sauer ver der Zeit gaar werden, verkochen würde, nachdem das zuerst aufgesetzte Roheisen schcn eingeschmolzen ist, so behilft man sich damit, daß man ein entsprechendes Quantum frischer Vlattel nachträglich nech cinschmelzt; edcr sollte der zuerst gemachte Sauer thcilwcise »öNig verkocht scun, kann man die gaaren Stücke ganz aus dem Herde nehmen, und sie als gaarc Zuschläge aufbewahren, wenn man mit der Nachhülfe durch die neuerlichen Vlat- tcl allein »iclit zum Ziele zu gelangen fürchtet. Von dem Verkochen des Saucrs muß jedoch das Erstarren desselben wohl unterschieden werten, welches nur bei einer zu kalten Hertgrube, und deßhalb m Anfang der ersten Wcchenschicht am leichtesten sich ereignet. Vemcrkt man daher ein Hartwerden des Sauers, elme vorausgegangenes Gaa-- rcrwerten, so muß tcrsclbe schnell aus ton Feuer aufgebrochen, und wenn er sich von übrigens frischer Beschaffenheit zeigt, kann er sogleich auf tcm mittlerweile bcffcr erwärmten Löschboten wietcr cingcschmel- zcn werten; sieht Lersclde aber zugleich ziemlich gaar aus, so muß er bei Seite gelegt, und schnell eine neue Parthie Vlatlel cingerennt werken " ) . Zeigt sich der Sauer im Herde umgekehrt gegen Ente tes Deulpuhens noch ganz dünnflüssig, so trachtet man ihn durch Auf- gabe gaarcr Zuschläge zu dämpfen. Tcr Zweck des Deulputzens ist, die unreinen, eisenschüssigen Häute und Räuden, welche sich an der Oberfläche, hauptsächlich an der Riastite des Teules befind«», fortzuschaffen, und zugleich den ) «e> der paaler Methode ncschich» dieses mit ledem Deule in einem ausgezeich: ncccn Gr.oc, weil ein >e!>er «n 0er obern Keite weicher als a»! der untern >fl. Vc< ler jtarntner Meüiole wird davon «der nur ein sehr beschr>mltcr Wcbrauch gemackt, um lai Proluct nicht zu rcrtheuern. >') D«s Erstarren des Saueri muß »Wenfalls »ermiclcn oler behoben »erden, weil man sonst eine «Zotia blfommen würde, die «uf dcr untern Sette nicht Stahl, sondcrn Roheisen ,st, Dagcqcn das Vcrlochcn des Haucrs ist nur insofern« zu vcrmrioen . als man mit Sicherheit cmcn harten Ttahl erzeu- gen wi l l , ausieronn aber tann man »cn verkochten Saucr «lb Frischboden bcnützen, inlcni man auf !selben ohne Weilers zur <?»ttal>illun>> übergeht, worurch sogar ein nahmhafter Zeitgewinn. «ber mcistcn« etwas »>ichercr Stahl erzielt wirl.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden