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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 489 -
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— 489 — langen Kolben von ungefähr 3 Zoll Stärke an dem Ende und 4 bis 5 Zoll in der Mitte ausgeschmictet, welche Echmiedearbeit das Umschlagen des Teules genannt wird. Das Putzen des Presastückcs fordert '/? bis ^4 Stund, wäh« rend welcher Zeit sich der aufgerichtete Sauer an der Oberfläche zu einem gleichmäßigen, ebenen Voden verkocht haben soll. Um sich davon volltcmmen zu überzeugen, wird der Voten während des Dculumschlagens, in welcher Zeit der Herd ganz frei ist, mit der kleinen Rennstange nach allen Richtungen untersucht, und damit man hierbei von der Hitze weniger zu leiden hat, kann man las Verlegklückcl in die Form geben, oder den Wind auf andere Art schwächen oder ganz sperren, was man zur bessern Vollbringung jeder länger« Arbeit im Herde thun kann, wenn gerade kein schwei- ßendes Stück im Feuer sich befindet. Zeigt sich bei dieser Untersu- chung der Voden nahe über den ganzen Herd verbreitet, und von ebener fester Beschaffenheit, so ist er als tauglicher Frischboden zu betrachten, und demgemäß wird sodann zum Einschmelzen der Hart- zerrennböden geschritten. Ist der aufgerichtete Sauer aber nicht ver- kocht, sondern vielleicht zum größten Theile wieder flüssig geworlcn, wie dies bei sehr rohem Gange bisweilen wohl geschehen kann, oder hatte man früher neuerlings zur Sauerbillung schreiten müssen; so muß der Sauer jetzt wieder wie früher aufgerichtet, mithin die Zeit seit dem vorigen Aufrichten bezüglich ter Vildung des Frischbolens als eine verlorene betrachtet werden. Aus dieser Ursache soll man schon während des Schweißens und Putzcns des Presastückcs den Vorgang im Herde untersuchen und demgemäß regulircn, welche Untersuchung theils mit dem Räumspicße durch die Form, theils «it der kleinen Rennstange zu beiden Seiten des PresastückcS ge- schehen kann. Bemerkt man, daß sich der Volen nicht ausbreiten will, sondern am Nande herum stüssig wird, so hilft man gleich mit gaaren Zuschlägen und schwachem Winde nach; oder sinlcr man, daß ter aufgerichtete Sauer sich nur deßhalb nicht ausbreiten will, weil er in der Mitte zu gaar und zu hoch sich ansetzt, dann n»uß man den Haufen mit der Rennstange durchzuarbeiten, zu vercheilcn und eben zu verkochen trachten. Das wiederholte Auf« lichten wird sich daher bei »»«sichtiger Arbeit nur am Ende der 22'
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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