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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 495 -
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Seite - 495 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 495 — eimer größern ausgefahrenen Hitze, die immer nur allein im Feuer ist,, ganz leer wird, mit ter kleinen Nennstange vorerst die Hart« zcwrennböden zurückwuchten, und tann den ganzen Cottaboden nach aNlen Richtungen untersuchen. Gerade dieser Umstand, daß das täirntnerische Stahlfeucr nach jeder abgenommenen großen Hitze ganz friei und dem Sondiren mit der Brechstange an jeder Stelle der C>ottaobeistäche zugänglich wird, ist ein wesentlicher Vortheil dieser Airbeit im Vergleiche mit der steirischen Rohstahlarbeit; denn dadurch istt man nicht allein im Stande sich die genaueste Kenntniß von lem Vorgange des Frischpro^esscs an der ganzen Cottaobcrfläche zu «erschaffen, sondern man kann dem ebenen Verkochen des Bodens th,eils mechanisch mit der Brechstange nachhelfen, theils aber auch di,e nothige Nachhülfe mit rohen oder gaaren Zuschlägen genau an jener Stelle anbringen, wo es Noth thut. Wo man Erhöhungen »v,ahrnimmt, die mit der Rennstange nicht abgeglichen weiden kö'n- «EN, müssen sogleich Stückchen frischer dünner Blattet aufgegeben werden, welche schnell und ganz roh niederschmclzen, und dadurch diie erhöhte, weiche Stelle angreifen, mithin bei richtig gewählter Menge eine Ausgleichung herbeiführen. Wo man Vertiefungen wahrnimmt, die von örtlichem Rohgange veranlaßt werden, trachtet man selbe durch ein entsprechendes Quantum darüber gebrachter gaa« rer Zuschläge auszugleichen. Uebrigens sind Vertiefungen, welche meist vor der Form sich einstellen, für die Gleichförmigkeit des Pro» ductcs immer weniger gefährlich als Erhöhungen, die am liebsten an der Ria entstehen, und sehr leicht eisenschüßige Stellen veran- lassen. Wenn aber Erhöhungen und Vertiefungen, gaare und rohe Stelle» zugleich vorhanden sind, muß man leider zuerst die tiefen, rohm Stellen weicher machen, und dann erst den allgemeinen Weich« gang heben, wie schon im §. 138 angeführt wurde. Sobald die Untersuchungen des ssottabodens beendet, und die als nöthig erach- teten Zuschläge angebracht sind, wird der heiße Zcrrennboden wie- der in entsprechender Lage uorgewuchtet, und durch einen dahinter aufgelegten Boden fest gehalten. Gin allgemeiner Wcichgang kündigt sich durch die Nmänderung der bei gutem Gange hellrothen Flamme in eine weiße, bläulich scheinende, und durch die beginnende klebrige Beschaffenheit des
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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