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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 496 -
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-^ 496 — Cottabodens an, und muß zunächst durch schnelleres Einschmelzen der Hartzerrcnnböden gehoben werden, was aber nur tann auf diese Art gelingen wird, wenn der gerade eingelegte Hart;crre»»oodcn von nicht zu weicher Beschaffenheit ist, und der Neichgang noch keinen hohen Grad erlangt hat; man unterstützt die Wirkung des schnel- lern Einschmelzens, wenn man zugleich mit dem Vorrücken tcs ein- gelegten Hartzcrrennbodcns Rohschlacke aufgibt, was namentlich dann geschehen soll, wenn sich zu wenig Schlacke im Herde befindet. Gehet die Flamme nach vorgerücktem Voden nock weiß auf, jedoch ohne Rauch, und man vernimmt gewißermassen ein Pfeifen, da ist ?u viel weiche Schlacke im Herde, die ein zu starkes Frischen ver- anlaßt, folglich abgestochen und durch rohere ersetzt werden muß. Am gewöhnlichsten jedoch hilft man sich gegen zu großen Weichgang, der mit dem Vorrücken des Vodcns allein nicht schnell genug beho- ben werden tann, durch Aufgeben von Vlattelstücken; ja man läsit manchmal sogar mit Vorbedacht das Feuer durch den Gebrauch weicherer Vldcn etwas weicher gehen, um mehr rohe Vlattel an- bringen zu können, weil man dadurch die Arbeit beschleuniget und den Calo vermindert; indeß die Qualität wird durch ein solches Verfalnen sicher nicht verbessert, besonders wenn man viel Vlattel auf einmal gibt. Die Vlattel wirken natürlich nicht bloß direct durch ihr Auflösen der in Vcrührung kommenden Ccttastellen, son- dern auch indirect dadurch rohmachend, daß sie, wie flühtt ange- führt, die Schlacke sxerrcr macken. Gin allgemeiner?>Vl,gang tann durch zu schnelles Einschmelzen des Roheisens oder aucl, durch ein« zu rohe Schlacke entstehen, und zeigt sich durch eine dunkelrclhc bis bräunliche Flamme, wie durch das vollkommene Hartwerden des Kot' labodcns an, welcher bci anhaltendem Nohgange Vertiefungen und endlich selbst ein Loch bekommen muß. Man sucht diesem Uebel zunächst durch Zurückziehen des Roheisens, weiters durch Aufgabe gaarer Zuschläge, und nach Umständen durch theilweises Ablasse» der Schlacke zu begegnen. — Manchmal bildet sich an der Ria der Cetta ein Haufwerk, das sich wie ein dicker, mitunter bröcklichte« Vrei anfühlt. Es rührt dies daher, daß das Roheisen vom Hart-- zerrennbodcn zu rasch abschmilzt, und deßhalb nicht gehörig verkocht werden tann, tritt ab« nur bei schwachem Winde (in Folge dessem
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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