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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 497 -
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Seite - 497 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 497 — ein zu kalter Gang sich einstellt) und besonders dann ein, nenn »nam zugleich ziemlich weiche Vöden hat, welche mehr in erweichtem als vollkommen geschmolzenem Zustande, mehr in kleinen Vrocken als in Tropfen niederschmelzen. Es bestehet dieses Haufwerk au« cimem Gemenge von Schlacke mit Roheisen, Stahl und geschmeidi- gem» Eisen, und um diesem kalten, ungleichen Gange ein Ende zu maichen, muß das Roheisen einstweilen zurückgeschoben, der Ansatz auisgebrochcn, und ihm bei starkerm Winde Zeit zum Verkochen ge« lasfsen werden; weil die weitere Folge von dem aber nothwendig ein zu weicher Gang seyn muß, wird diesem gleich darauf durch Vlat« telcaufgeben vorgebaut *). Wenn die Cotta schon nahe unter die Form kömmt, wird bel der intensiven Hitze die Oberfläche derselben gewohnlich mehr oder mimder flüssig, und die kärntnerischen Arbeiter nennen dieses eben« fallls Saucr. Ist dieser Sauer frisch, so hat es noch keine Gefahr, main muß jedoch dem Ueberhandnehmen desselben, weil er durch die Einwirkung der Schlacke start frischt, durch Herabsetzung der Teimperatur begegnen, indem man den Wind schwächt, nassen Sin« ter aufgibt, oder auch nur viel Wasser in den Herd gießt; fängt ab« der Sauer an klebrig, weich zu werden, so muß man kalte Vl«ttelstückchen aufgeben, um den Sauer frisch zu machen, und zu« ' ) In diesem Verhalten ist zugleich lie Wränge gelegen, zig ,u welcher! man bei der särntnerischen, wie bei jeder andern «aar cinfckmel,enden Gtahlfrischnic» thode de» Prozess im Stahlfeuer durch llnwenduna einci weichen, gaar, schmelVaen Roheisens beschleunigen darf, Vc! gan, normalem W,»,gc schmißt Vas Roh i^ en in einzelnen Tropfen zu einer teigartigen Masse «uf die Oberfläche der Votta e>», diese goaren und erstarren noch und nach unterder dünnflüssigen Schlactendeclc, etwas «uslochcn», »hneallen Zusatz zur fcrtiqen Stahlmasse, und müssen m gleichem Masie durch das »nunierbrochene lfin, schmelzcn immer wieder »on einer neuen lasse überdeckt werden, d>j d>c hcrd> grub« ihre Volle crre,cht hat. Werden daher zu weiche Böden genommen, so »ann Lai Kmschmeljen k.ium rasch gen>:q eifolqen, noch weniqer aber da« E'Ngeschmolzenc. uermoqe seiner erlangten Waare und daniit verbundenen StrcnaMssiglei», über die qanze 0o!t»«brrfl«che vertheilt werden. wcsiha!» test>>n0,g mit Vlattelzusayen nachgeholfen werden muß. Geschieht nun ley- «ercs der »iclen Muhe wegen nicht in sel,r turzcn Intervallen, so ist e,n un. «leiches, cisenscküsiiges Product die nothwend,ge Folge. Dasi übrigens de, <>> ner hitzigen Herdstellung und Windfuhrung, in letzterer Hinsscht jedoch nicht durch starken sondern durch erhitzten Wind, not Vortheil c>n weicheres, R>,'l>' eise» verwendet «erden kann, ergibt sich vo» selbst aus dem so eben An»
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden