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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 50l — ,i>ele vorgefallene, aber vor Beendigung der Cettabiltung wieder be» hcbcne Manipulatlonsgebrcchen sind in der Gestalt der Cotta nicht iu erkennen. So z. V. kann ein Statt gehabtes theilwcises oder za nzliches Turchzerrennen durch viele gaare Zuschlage u. dgl. Mit- icl. wieder ganz verdeckt und die Arbeit dann in Ordnung zu Ende gebracht seyn, ohne daß man der Cotta etwas ankennt, und was bei einem nach steirischer Art erzeugten Stahldachcl sehr deutlich an der Haarseite zu erkennen ist- allein eine solche Cotta wird sehten guten harten Stahl geben, und ein ahnliches Verhalten tritt in mehreren andern Fällen ein. Man kann daher nur sagen, daß »ine Cotta, die auf der untern und obern Seite schon eben, «>» der Ria herum nicht start räudig aussieht, und eine durchschnitt- liche Höhe von höchstens 5 Zoll hat, dem Aeußern nach eine gute Cotta zu seyn verspricht. Eine dicke, an der Ria start räudige Cotta deutet auf eine mehr oder weniger schwammige, weiche Beschaffen« he it. Auch beim Verhalten während des Schrottens nach kärnt- neiischer Alt läßt sich nichts Bestimmtes über die Stahlqualilät sagen; nur wer den ganzen Verlauf des Prozesses bei der Colta- bildung kennt, der ist im Stande, mit einiger Sicherheit die Beschaf« fenheit des Stahles in der ssotta zu beurtheilen. Die mit ihrer obern Seile auf den Amboß gelegte Cotta wird ohne alles Breiten oder Drücken nur bloß nach vorausgegangenem Einfallen des Hammers an der zu durchhauenden Stelle, vorerst in der »ordern Hälfte durchschreiten, dann nachgerückt, wieder ein- fallen gelassen und sofort auch die hintere Hälfte durchhauen. Bei der großen, ziemlich kühl gewordenen und harten Cotta auf der einen, und dem nur 300 bis 400 Pfund schweren Hammer auf der andern Seite wäre es in der That kaum möglich, dieses Zer- schrctten nach steirischer Art mit einmal zu vollbringen, wozu über- dies der in der Bahn nur bei 16 Zoll lange Hammelzeug nicht ge- eignet wäre, da die nahe quadratisch gestaltete Cotta an 2 Fuß Seitenlänge hat. Der Schrott erfolgt von der Rol- zur iöschseite, wernach der eine 3>eul das Formstück, der andere das Riastück ge- nannt wird. Man befolgt diese Anordnung, weil in der Regel zwi- schen Form« und Riaseite mehr Unterschied in der Qualität Statt findet, als zwischen Rol- und Löschseite, mithin bei diesem Schlotten
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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