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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 502 -
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— 502 — jeder Deut in sich mehr Gleichförmigkeit in der Stahlqualität be- kommt. Das Formstück fällt aus leicht zu begreifender Ursache öf» lcr »reicher aus, als das Niastück. Jeder Tcul wird nochmals auf den Amboß geschafft, um den Hammer in Mitte an einem seiner schmalen Enten wieder einfallen zu lassen, damit er an dieser Stelle mit der Moja fest gepackt werden kann. Eine weitere Bearbeitung erfahren auch die Tculc nicht, und trotz dem dauert das Schrotte» bei 15 Minuten. Der geringe Hammer, welcher zu allem Uebcrflufse oft kaum 120 Schlage per Minute zu machen im Stande ist, und zwei Etahlfeuer zu versorgen hat, muß als ein wesentlicher Mangel der kärntnerischen Rchstahlarbeit angesehen werden, und daß man nicht längst schon davon abgegangen, ist nur durch den Umstand zu er- klären, daß man beim Ausschmieden des harten Stahles zu Tan» nenbaum und andern kleinern Dimensionen füglich keinen viel schwerern Hammer gebrauchen kann. Wir haben gesehen, daß, un- geachtet der Aushciz- und .Schmicteprozeß schon mit tcm Sauer- machen seinen Anfang nimmt, und die Arbeit bis zur fertigen Votta 5 bis 6 Stunden dauert, dennoch öfter nicht aller Stahl ausgeschmiedet werden kann, während das Ausschmieden bei der steirischen Stahlarbeit mit einem nicht viel kleinern Stahlquantum in 2 bis 3 Stunden beendigt ist. Es ist zwar richlig, daß vermöge der Saueibildung und des Aufrichtens bei der kärntnerischen Me- thode der Prozeß im Stahlfcuer nothwendig etwas länger als bei der steirischen Arbeit dauern muß, allein dieser Unterschied in der Manipulation kann vereint mit der etwas schwerern Cotta, durch« schnittlich kaum eine Stunde betragen. Die übrige Zeitversaumniß und der damit verbundene größere Kohlcnaufwand muß daher ledig- lich der mangelhaften Leistung des Hammers zugeschrieben werden; denn wäre das Ausheizen früher beendet, so könnte man von der Ar- beitseite aus ebenfalls Voten einschmelzen, und dadurch den eigent- lichen Frischprczcß oder die Cottabildung beschleunigen. Uebrigcns kann jedoch nicht in Abrede gestellt werden, daß das sorgfältige Putzen der Teule und das oftmalige Schweißen und Schmieden der ^einzelnen Stücke zur großer« Reinheit und Gleichförmigkeit des kärntnerischen Rohstahls im Vergleich zu der steilischen Einiges
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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