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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 504 -
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— 504 — 4. Mockstahl; di» von Nr. 3 ausgcschossenen, eisenschüßigen Stäbe. 5. Refudi, wie bei der steirischen Stahlarbeit, die ganz unbrauch- baren Stücke, siehe F. 139. ß. >4V. Tas Arbeitspeisonal für den Vetrieb eines tarnt» „erischen Etahlfcuerö bestehet aus 3 Mann, dem Meister, Hei;er und Wassergcbcr. Wenn zwei Stahlfcuer Einen Schlag haben, hat dennoch jedes Feuer seine 3 Mann. T>ie Schicht beginnt der Heizer mit de,n Sauermachen und Tculputzen; zum Aufrichten des Eauers tritt der Meister in die Schicht, welcher sofort alle Ar- beiten beim Feuer bis zur fertigen Cotta verrichtet, wahrend der Heizer das Ausschmieden besorgt; der Wasscrgcbcr langt Kohlen zu, zieht die Schützenstange des Hammers, vollbringt das Absetze» der Tajolen u»d Kölberl, bringt dieselben zur Vcrsionalbant oder bei Seite u. s. f. Veim Ausbrcchcn der Cotta helfen alle drei zu- sammen, ingleichen beim Schlotten. T)as Aufrichten für die zweite Cotta besorgt wieder der Meister, mid in der Regel auch alle an- dern Arbeiten beim Feuer, bis die letzte Cotta vollendet ist, way^ iend welcher Zeit der Heizer immer bloß Schmicder ist; nur aus- nahmsweise hat dcr Heizer bei der zweiten und dritten Cotta taö Teulputzen wie bei der ersten zu bcscrgcn. Wenn die letzte Cctta aus dem Feuer und zcrschrotten ist, hat der Meister seine Schicht beendet; aber der Heizer und Wassergeber haben noch das Voden- «nnen, die Erzeugung der Hartzerrcnnböden, ;u besorgen, was je- doch nicht alle Tage nothwendig ist. Wir sehen yieraus, daß bei dieser Frischarbcil wirtlich dcr Meister am Frischfeuer arbeitet, und der sogenannte Heizer eigentlich bloß Schmiedcr ist; wir haben aber bei Betrachtung dieser StMardeit auch kennen gelernt, daß tie Arbeit im Feuer der schwierigere, kunstvollere Theil und die Schmie- dearbeiten rein mechanische Verrichtungen sind. Geschieht das Vodcnrcnnen auf einem eigenen Feuer durch einen besondern Arbeiter, dann wird für zwei Stahlfcuer ein Hülfs- arbeiter, der sogenannte Helfer, beigegcben, welcher abwechseln» bei dem einen oder dem andern Stahlfeuer täglich durch die Zeit Giner Cotta auf jedem Feuer tie Arbeiten des Heizers besorzc, welcher dafür jedesmal das Deulputzen am Feuer zu verrichten hat.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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