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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 506 -
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Seite - 506 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 506 — guter Arbeit reiner Stahl, das übrige wird mehr oder wenig« eisen« schüßig seyn. Der kärntnerische Nohstahl ist im Allgemeinen härter, gleichförmiger als der steirische. ß. l 4 t t . Veycr wir unsere Betrachtungen des kärntnerischen Stahlfrifchens verlassen, noch einige Worte über die Erzeugung des sogenannten Kistenstahles eder Vrcscianer Stahles,der auf vielen kärntnerischen Stahlhämmern daS Hauptproduct ist, wornach öfters die ganze Slahlarbeit die Vrcscianer Stahlfrischmethode ge- nannt wird. Wie wir bereits wissen, wird der Vrescianer Stahl aus den beim Stahlfrifchfeuer erzeugten Kölbchen geschmiedet, welche zu dem Ende nur eine starte Rothglühhitze erhalten, die ihnen am billig- sten und bequemsten in einem Vorglühhcrde, außerdem aber in eigenen Wärmfeucrn ertheilt wird. Ein solches Wärmfeuer wird Ziehfcucr genannt, und weicht von einem gewöhnlichen Wärm- feuer nur darin ab, daß beiderseits der Formmündung zwei Guß- eisenplatten von 2 Fuß Länge, 1 Fuß Vreite und ein Paar Zoll Dicke bis zur Höhe des obern Formrandes eingesetzt sind, wodurch eine 3 bis 4 Zoll Vreite und 2 Fuß lange Windgassc gebildet wird, die man vor dem Einlegen der Kölbchen mit Kohlen füllt. Die Kölbchen wer» den quer über diese Windgaffe gelegt, ungefähr 150 Pfund auf einmal, was eine G aleia heißt, und mit Kohlen überschüttet. Man gibt nur einen sehr schwachen Windstrom durch die kreisrunde, 1'/« Zoll weite und etwas geneigte Form, und es dauert '/« bis '/, Stund, ehe die Galcia heiß wird. Das Ausschmieden der Kölbchcn geschieht untlr einem bci i'/» bis 2 Zentner schweren Zieh Hammer, welcher von einem gewöhn- lichen Streckhammer nur dadurch verschieden ist, daß er mehr iM Spitz geht (siehe Seite 123); er hat selten über 10 Zoll Hub, macht aber in der Minute über 200 Schläge. Aller Nrescianer Stahl wird zu quadratischen Stäben von V« bis '/4 Z°N Stärke ausge« reckt und darnach in Nummern : 00, 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 unv 8 eingetheilt. Die Länge der einzelnen Stäbe nach der Schmiedung soll 4 bis 5 Fuß seyn, für jeden Fall muß nach vollbrachter Schmie- dung der Stab nach seiner ganzen Länge noch sichtliche Glühhitze haben, damit er gleich vom Hammer weg sich im Härtentrog noch
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden