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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 507 -
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Seite - 507 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 507 — gehörig härten kann. Aber so feine Stäbchen, wie Nr. 0 und Nr. VN (Doppelnull) sind, könnten nach gewöhnlicher Art für keinen Fall, lind selbst die übrigen feinern Sorten kaum darnach ausgereckt wer« den, indem der bei <^/„ Zentner schwere Ziehhammcr so fein ge« schmiedete Wellen nothwendig zerschlagen müßte. Man kann daher die Kölbchen nur wenig seitwärts zur Welle ausrecken, die meiste Schmiedung muß von vorne durch schlichtweiscs Verfahren, welches man ziehen nennt, vollbracht werden; damit dcr Hammer hierbei aber nicht mit seiner ganzen Vahnlänge aufschlägt, läßt man ihn ziemlich stark im Spitz gehen, und zwar um so mehr, je gröbere Sorten man auszuziehen hat. Vei diesem Ziehen muß das Kölb- chen oder der Stab mit der Schmiedezange fortwährend nach einer Seite übergedieht, und nebstbei aus- und eingezogen werden, und damit dieses beständige Wenden des Stabes bei dem schnellen Gange des Hammels ohne Gefahr über den Amboß zu fallen geschehen tann, ist hinter dem Amboß ein Wehrstift eingeschlagen, an wel« chem dcr Stab anzuliegen kömmt. Ist der Stab so lange ausgezo- gen, daß das zuerst ausgezogene Ende kaum mehr rothglühcnd er- scheint, so läßt dcr Zieher an derselben Längenstelle mehrere Schläge folgen, wodurch der Stab daselbst uom Hammerspitz dünner auS- .geschlagen, dann leicht abgebogen, in den Härtentrog geschleudert, und an dcr abgebogenen dünnern Stelle dann abgebrochen wird. Das vom ausgezogenen Etabe abgebrochene Kölbchcn wird sogleich zum Ziehfeuer zurückgebracht, und zwar über den hintern Theil der Zichgasse gelegt, von wo aus die Kölbchen in dem Maße gegen die Form hin nachgerückt werden, als die erhitzten vorne heraus- kommen. Auf diese Art wird ein Kölbchen mehrmals ins Zichfeuer zurückgebracht, bis es endlich so klein geworden ist, um es dann zu Einem Stäbe ganz ausziehen zu können. So lange ei» Kölbchen im Ziehfeuer zurückbleibt, befindet sich der Ziehhammer ununterbrochen in vollem Gange, indem gleichzei- tig mit der Entfernung des ausgezogenen Stabes vom zweiten Ar- beiter, dem Ziehheizer, das nächste Kölbchen unter den Hammer gebracht wird. Die ganze Dauer des Ausziehens einer Galeia ist 1 dis 1' / , Stund, je nach der Feinheit der Nummern.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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