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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 511 -
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— 5lt — Seite d« Fall war. Wie lange der Deul im Sauer liegen blei- ben soll, muß nach dessen Größe und seiner mehr oder weniger lveichen Beschaffenheit sich richten, je größer der Deul und je wei- cher er ist, und zugleich auch je frischer der Sauer, desto länger wuß er darin liegen bleiben, und umgekehrt; läßt man ihn län-> g«!als nöthig darin, so wird ein unnöthig großer Antheil des Deu« lcs durch Auflösung im Sauer wieder zu Roheisen, nämlich zu Sauer verwandelt. Gewöhnlich bleiben die 45 bis 65 Pfund schweren Deule !2 bis 18 Minuten im Sauer liegen. Aus dem Sauer gehoben wird der Deul sofort zum Hammer geschafft, um in ein Greifen- flüct oder Presa geschmiedet zu werden. Alle übrigen Manipulationsunterschiede zwischen den beiden oft- genannten Stahlarbeiter» sind lediglich nur Folge dieser Einen we- sentlichen Verschiedenheit. Wir wollen hier nur diese Unterschiede kurz erörtern, da in allen übrigen auf die ausführlich betrachtete kärntnerische Methode verwiesen werden lann. ß. » 5 1 . Der erste Unterschied ist in der Herdstellung. Da- «nlt der Sauer wo möglich so lange flüssig bleibt, bis alle Deule geputzt sind, muß die Herdgrube tiefer seyn, hat 20 Zoll vom Form- sirein bis zum Herdboden, und 19 Zoll bis zum Mittelpunkt des «Löschbodens, welcher sich an den Rändern um 3 oder 4 Zoll in wie Höhe zieht, wodurch die Verührung des Sauers mit den Sci- ttenwänden des Herdes verhindert wird; die Form muß steiler lic« gzen, um doch die Hitze mehr nach unten zu bringen, hat 16 bis !2N Grad. Damit man ferner mit der Moja und mit Stangen tdic Deute leichter zu Voden lassen und aus dem tiefern Herde her« «»usholen, ebenso beim Ausbrcchen der tiefer im Herde liegenden <Eotta leichler unter dieselbe gelangen kann, so ist der Rolstein (Sin- tterblech) um ungefähr 5 Zoll aus dem Herdmittcl gerückt, glcich- ssam ein Vorherd wie bei der deutschen Frischmethode gebildet. End-- Ilich muß der Löschboden wo möglich noch fester gestaucht werden, »weil viel am Voden mit Zangen und Stangen gearbeitet (wobei ,man allerdings lhunlichst vorsichtig seyn wird) und ein größeres lQuantum Sauer durch längere Zeit gehalten werten mnß; es wird tdaher meist mit eisernen Stauchern und recht fest verstaucht, und ttennoch der Lischbodcn oft auf 15 bis 16 Zoll tief niedergefressc,,.
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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