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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Seite - 513 -
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Seite - 513 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 5l3 — ti<n des letzten Deutes der Sauer sich hallen, gleich darauf aber in den zum Aufrichten geeignetsten halbgaaicn Zustand gebracht se>n soll, so wird nach Entfernung des letzten Dcules der Sauer t,rch Ginschmelzen gaarer Zuschläge, Mügla genannt, (meist au« Sockschlacke und von den Teulen abgeschlagenen Räude» bestehend) gedämpft, und damit dieses um so schneller erfolgt, richtet ma>; sia zum Vorglühen der Mügla auf der Herdplatte über dem Ria» stän eine Kohlenglul vor, die hernach sammt der glühend gemach» te» Mügla ins Feuer kommt. Vcim Aufrichten des Sauers wird znnr ganz nach Kärntner Art verfahren; allein man hat viel mehr Nassa, und darum kann man selbe füglich nicht in der Mitte des H-rdes anhäufen, sondern muß sie mehr zum Einterblech herzu» ftaffen, um sie dann von hier aus allmählig mit der Nennstauge «cch der Mitte und dem hintern Raume des Herdes zu durcharbei, te» und zu vertheilen, und dadurch ein ebenes Verkochen des Gau« ze» zu bewirten. Das Saucrtämpfen und Aufrichten nimmt meist ei»e Stunde Zeit in Anspruch. Die Bildung des Frischbodens und der Cotta bietet keine Ver- schiedenheit, aber bezüglich des Ausschmiedens kann als fünfter Un- terschied angeführt werden, daß man während dieser Periode vo>< den erzeugten 8 Greifen- oder Presastücken gewöhnlich 4 derselben bii zu Kölberln ausschmiedet, und dasselbe dann während der Bil- dung der zweiten Cotta mit den übrigen 4 Grcifcnstücken vernimmt, dafür aber die aus der ersten Cotta geschrottenen 4 Deule bei Seite legt, welche sodann mit den 4 Deuten ucn der zweiten Cotta din 8 Stücke geben, mit deren Putzen die Schicht begonnen wird. Die Zeit zur Bildung der ersten Cotta und ebenso dann zur Bildung der zweiten Cetta beträgt 5 bis 5'/, Stunden, wenn teine Stö- rung vorfällt; muß aber wiederholt aufgerichtet werden, dann ist die Dauer sehr verschieden. Die normale Schichtdauer, in welcher 2 Cotta gemacht werden, ist folglich i? bis 18 Stunden, ohne Hartzerrennbödcnerzeugung. Es kommen jedoch sehr oft Störungen deS gewöhnlichen Arbeitverlaufes vor, theils durch zu frükes Ver- kochen des Saucrs beim Dculputzen, theils durch verspätete Bildu»,; des Frischbodens veranlaßt, weßhalb man denn auch bei dcn mci-
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Titel
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Untertitel
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Autor
Peter Tunner
Verlag
C. Tanzer'schen Schriften
Ort
Graz
Datum
1846
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.09 x 19.47 cm
Seiten
540
Schlagwörter
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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