Seite - 127 - in Generative Bildarbeit - Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
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127 In Abbildung 34 wird beispielhaft dargestellt, wie die Impulssetzung angeleitet
werden kann und wie die verschiedenen Varianten miteinander kombiniert
werden können:
Impuls Lieblingsbilder/
Alltagsgegenstände Lochkamera Bildpool
thematisch offen Bring ein Lieblingsbild und/
oder einen Gegenstand aus
dem Alltag mit, der dir viel
bedeutet. Fotografiere einmal
Menschen, einmal
Landschaft, einmal
ein Stillleben. Such dir ein Bild aus
dem Bildpool aus, das
dich anspricht.
Thema „Landnutzung“ Welche Wege gehst du
im Alltag? Bring ein
Lieblingsfoto dazu mit.
Welcher Ort ist dir
besonders wichtig? Bring
einen Gegenstand von
diesem Ort mit. Fotografiere einen
Ort, den du gerne
magst. Welche Bedeutung hat
„Land“ für dich?
Suche dir ein Bild aus
dem Bildpool aus, das
dazu passt.
Thema „Tägliches
Miteinander“ Wie/wo triffst du Menschen
im Alltag? Bring ein
Lieblingsfoto dazu mit.
Was bedeutet „Miteinan-
der“ für dich? Bring einen
Gegenstand aus dem Alltag
dazu mit. Fotografiert euch
gegenseitig mit der
Lochkamera Was bedeutet
„Miteinander“ für
dich? Suche dir ein
Bild dazu aus.
Thema „Körperbilder“ Was ist ein Körper? Bring
ein Lieblingsfoto oder einen
Gegenstand aus dem Alltag
dazu mit. Fotografiere einen
Körper mit der
Lochkamera. Was ist ein Körper?
Suche dir ein Bild dazu
aus.
Zufall Ă—
Dialogrunde Ă— Ă—
Kleines Mapping Ă— Ă— Ă—
Abb. 34 Beispielhafte Varianten fĂĽr die Impulssetzung
Element 2 Fotografieren (F)
Ausgehend von der Impulssetzung fotografieren die Teilnehmer_innen bis
zum nächsten Gruppentreffen in der je eigenen Lebenswelt. Es geht für sie
darum, inspiriert vom jeweiligen Impuls, zentrale Aspekte im Alltag auf-
zuspüren und fotografisch festzuhalten. Dabei können je nach persönlichen
Präferenzen unterschiedliche fotografische Zugänge gewählt werden.
Das fotografische Handwerk Eine Vorbedingung fĂĽr die Anwendung der
Generativen Bildarbeit besteht darin, dass Fotografie als Werkzeug allen Teil-
nehmer_innen vertraut und zugänglich ist — was bei einem der ersten Treffen
aller besprochen und geklärt werden sollte. Ist dem nicht so, sollte man abwä-
gen, ob es im jeweiligen Gruppenkontext unter Umständen nicht besser wäre,
ein anderes Ausdrucksmittel (z.B. Zeichnen, Malen, Theaterarbeit) zu ver-
wenden. Wird dennoch die Fotografie als Medium gewählt, empfehle ich, zu
Beginn und im Laufe des Gruppenprozesses immer wieder Workshop-Einhei-
ten einzuplanen, in denen die Teilnehmer_innen das fotografische Handwerk
Generative Bildarbeit
Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
- Titel
- Generative Bildarbeit
- Untertitel
- Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
- Autor
- Vera Brandner
- Verlag
- transcript Verlag
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-5008-6
- Abmessungen
- 14.8 x 22.5 cm
- Seiten
- 276
- Schlagwörter
- Forschendes Lernen, Fotografische Praxis, Methodik, Generative Bildarbeit, Grenzarbeit, Kulturelle Differenz, Praxeologie, Selbstversuch, Reflexive Grounded Theory, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmungen, Situationalität, Reflexivität
- Kategorie
- Medien