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Generative Bildarbeit - Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
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134 Abb. 37 Eröffnungsrunde mit Post-its Das Eigene und das Andere Die Teilnehmer_innen führen in Kleingruppen zu ihren eigenen Bildpräsentationen je einen Bilddialog durch. Für alle Teil- nehmer_innen wird der Bilddialog methodisch gleich angelegt. Analog zur Impulssetzung besteht er aus zwei Schritten: das Andere anhören und das Eigene erzählen. Zuerst ist der_die jeweilige Bildautor_in angehalten, selbst nichts über die eigenen Bilder zu erzählen. Die anderen Teilnehmer_innen betrachten die Bilder und beginnen, miteinander darüber zu sprechen. Der_ die Bildautor_in hört zu und kann sich bei Bedarf Notizen machen. Für die Betrachter_innen liegt die Herausforderung darin, sich auf die Bilder einzulas- sen und ihre Gedanken zu verbalisieren. Anschließend hat der_die Bildautor_ in die Gelegenheit, auf den Input der Anderen zu reagieren und zu den eige- nen Bildern zu erzählen, was ihm_ihr wichtig erscheint. Meist handeln diese Erzählungen von den Intentionen hinter den Bildern, bis hin zu ihren Ent- stehungsbedingungen. Gruppengröße und Zeitaufwand Bei der Generativen Bildarbeit kann in Gruppen von 8 bis 20 Personen gearbeitet werden. Für ein Gruppentreffen mit Bilddialog sollten zumindest drei Stunden eingeplant werden. Der Vorteil von größeren Gruppen liegt darin, dass eine größere Vielfalt an Bildern, Geschichten und Perspektiven eingebracht werden kann. Ein Nachteil ist, dass durch diese Vielfalt weniger Zeit vorhanden ist, detaillierter auf die einzelnen Positionen in der Gesamtgruppe einzugehen. Je nach Größe der Gesamtgruppe teilen sich die Teilnehmer_innen im Bilddialog in zwei oder mehr Kleingruppen zu drei bis fünf Personen auf. Im Idealfall besteht eine Kleingruppe aus vier Personen. Meist ergeben sich Situationen, in denen manche der Teilnehmer_innen mehr Zeit und Raum in Anspruch nehmen und andere weniger. Hier ist es die Aufgabe des_der Moderator_in, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen alle Beteiligten gleich viel Zeit und Raum haben, ihre Bilder zu zeigen, zu hören, was die anderen dazu denken, und selbst über die eigenen Bilder zu sprechen. Es sollten zumindest 10 Minuten pro Person zur Verfügung stehen.
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Generative Bildarbeit Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Titel
Generative Bildarbeit
Untertitel
Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Autor
Vera Brandner
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5008-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
276
Schlagwörter
Forschendes Lernen, Fotografische Praxis, Methodik, Generative Bildarbeit, Grenzarbeit, Kulturelle Differenz, Praxeologie, Selbstversuch, Reflexive Grounded Theory, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmungen, Situationalität, Reflexivität
Kategorie
Medien
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