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Generative Bildarbeit - Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
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136 In manchen Fällen sprechen die Teilnehmer_innen nach wenigen Minuten nicht mehr und das Schweigen wird oft als unangenehm empfunden. In dieser Situation versuchen die Teilnehmer_innen meistens, den Bilddialog vorzeitig abzubrechen. Hier empfiehlt es sich jedoch, die Kleingruppen anzu- regen, diese stillen Momente auszuhalten und die Zeit zu nutzen, um weiter die Bilder zu betrachten. Unter Umständen können hier auch Impulsfragen nützlich sein. Meist löst sich das unangenehme Schweigen nach einigen wei- teren Momenten des Betrachtens ohnehin auf, und das Gespräch kommt wie- der in Fluss. Impulsfragen zum Bilddialog Zur Unterstützung der Teilnehmer_innen im Bilddialog kann man vorab verschiedene Möglichkeiten ausloten und darüber diskutieren, wie man Bilder lesen und über sie sprechen kann. Manche Teil- nehmer_innen gehen eher analytisch auf die Bilder zu, andere sind eher emoti- onal geleitet. Bei Gruppen, die es weniger gewohnt sind, Bilder zu lesen und sich darüber auszutauschen, kann die unten angeführte Liste dem_der Modera- tor_in beim Bilddialog zur Unterstützung dienen. Die aufgelisteten Fragen können dazu anregen, einen Zugang zum Bilderlesen zu finden. Allerdings können solche vorformulierten Impulsfragen bei Gruppen, die offensichtlich gewohnt sind, Bilder zu betrachten und über ihre Assoziationen zu sprechen, unter Umständen auch hemmend wirken. Je nach Gruppe muss der_die Grup- penleiter_in also entscheiden, ob eine Liste mit Impulsfragen hilfreich oder einschränkend ist. Die folgende Liste mit Impulsfragen entstand im Rahmen diverser ipsum-Projekte und Fallstudien und dient als Anregung, verschiedene Zugänge zum Bilderlesen zu finden: Offensichtliches erkennen und beschreiben Was/wer ist im Bild zu sehen? Was zeigen die Bilder? Formale und gestalterische Kriterien erkennen und beschreiben Aus welcher Perspektive wurde fotografiert — was bedeutet das? Was steht im Vordergrund? Was im Hintergrund? Warum? Welche Bedeutung haben die Farben in den Bildern? Welche Formen ergeben sich in den Bildern? Was bedeuten sie? Welche Bedeutung haben die Präsentationsform und das Material? Blickwechsel erkennen und beschreiben Welche Blicke sind im Bild erkennbar vorhanden, welche nicht? Wohin führen die Blicke? Worauf richten sich die Blicke? Welche Blicke treffen sich? Erfahrungen und Gefühle beim Bilderlesen erkennen und beschreiben Was springt dir sofort ins Auge? Was machen die Bilder mit dir? Welche Erinnerungen wecken die Bilder in dir? Welche Gefühle rufen die Bilder bei dir hervor? Welche Atmosphäre vermitteln dir die Bilder? Stell dir Gerüche/Geräusche/die Temperatur in den Bildern vor ...
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Generative Bildarbeit Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Titel
Generative Bildarbeit
Untertitel
Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Autor
Vera Brandner
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5008-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
276
Schlagwörter
Forschendes Lernen, Fotografische Praxis, Methodik, Generative Bildarbeit, Grenzarbeit, Kulturelle Differenz, Praxeologie, Selbstversuch, Reflexive Grounded Theory, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmungen, Situationalität, Reflexivität
Kategorie
Medien
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